10. März 2009, 11:59 Uhr

Irak

Mehr als 30 Menschen sterben bei Bombenanschlag in Bagdad

Blutiger Anschlag im Irak: Auf einem Markt westlich von Bagdad hat ein Selbstmordattentäter 32 Menschen mit in den Tod gerissen. Der Anschlag richtete sich offenbar gegen eine Versammlung von Stammesführern.

Bagdad/Dubai - Ein Selbstmordattentäter hat am Dienstag einen schweren Anschlag in Iraks Hauptstadt Bagdad verübt. Dabei wurden Polizeiangaben zufolge 32 Menschen getötet, mindestens 30 weitere sollen verletzt worden sein. Unter den Toten sind zahlreiche Angehörige der Sicherheitskräfte. Sie hatten Marid al Hassun bewacht, den Berater von Ministerpräsident Nuri al-Maliki für die Angelegenheiten der Stämme.

Al-Hassun war nach einem Treffen mit Stammesscheichs über einen Markt in Abu Ghureib im Westen der Hauptstadt spaziert, als sich die Tat ereignete. Wie die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak meldete, sprengte sich der Attentäter inmitten der Gruppe in die Luft. Unter den Toten soll auch ein Reporter des Fernsehsenders Al-Bagdadija sein.

Erst am Sonntag hatte ein schwerer Anschlag auf Polizisten und Polizeirekruten die irakische Hauptstadt erschüttert. Mindestens 28 Menschen starben, weit mehr wurden verletzt. Der Attentäter war mit seinem Motorrad mitten in eine Gruppe anstehender Polizeirekruten gerast.

Am Montagabend ist bei einem Raketenangriff auf den britischen Militärstützpunkt am Flughafen der südirakischen Stadt Basra ein Zivilist getötet worden sein, meldet Aswat al-Irak. Am Dienstag starben in der Nähe der nordirakischen Stadt Kirkuk zwei Polizisten, als ein Sprengsatz neben dem Konvoi von Polizeidirektor Chaiid Mohammed explodierte.

Die Sicherheitslage in Bagdad hat sich in den vergangenen Monaten deutlich verbessert, es kommt jedoch immer noch zu Anschlägen. Besonders im Visier der Terroristen stehen die Sicherheitskräfte des neuen irakischen Staates, den sie ablehnen.

abe/amz/Reuters/dpa


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