40 Prozent weniger Sprit Bush verpflichtet Industrie auf Öko-Kurs

US-Präsident Bush gibt sich überraschend klimafreundlich: Er hat ein Gesetz unterzeichnet, dem zufolge die US-Autoindustrie den Spritverbrauch ihrer Fahrzeuge um 40 Prozent senken muss. Dabei geht es ihm allerdings nicht nur um die Umwelt.


Washington - US-Präsident George W. Bush hat ein Gesetz unterzeichnet, wonach die Automobilindustrie den Spritverbrauch ihrer Autos und Kleinlastwagen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent reduzieren muss. Dies sei "eine wichtige Etappe", um die "Erzeugung von erneuerbaren Treibstoff zu steigern, die Abhängigkeit von ausländischem Öl zu senken und der Erderwärmung entgegenzutreten", teilte das Weiße Haus mit.

Das neue Gesetz schreibt zum ersten Mal seit 1975 die Verringerung des Kraftstoffverbrauchs von Autos vor. Nach Berechnungen von Experten ließen sich durch die Senkung des Durchschnittsverbrauchs auf umgerechnet etwa 6,8 Liter Treibstoff je 100 Kilometer die Emissionen von Treibhausgasen erheblich verringern.

Neben der Senkung des Verbrauchs sieht das Energiegesetz den verstärkten Einsatz von Ethanol als Alternative zu Benzin vor: Bis zum Jahr 2022 soll der Ethanolverbrauch um das Sechsfache auf dann 136 Milliarden Liter gesteigert werden. Der Gesetzentwurf war bereits von Senat und Repräsentantenhaus verabschiedet worden.

tno/AFP/AP



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