Gaza-Krise: Abbas-Berater kritisiert Merkels Nahostpolitik

"Oberflächlich und einseitig" - so lautet das Urteil eines Beraters von Palästinenserpräsident Abbas über die deutsche Nahostpolitik. Bundeskanzlerin Merkel solidarisiere sich mit Israel und sehe offenbar nicht das Leid im Gaza-Streifen, sagte Abdallah Frangi.

Gaza - Die Palästinenser halten Deutschland nicht mehr für einen geeigneten Vermittler im jüngsten Konflikt zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas. Abdallah Frangi, persönlicher Berater von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, kritisierte die Haltung der Bundesregierung als "oberflächlich und einseitig".

Bundeskanzlerin Angela Merkel sehe zwar "ein Recht Israels zu agieren, aber offensichtlich sieht sie nicht die Bilder aus dem Gaza-Streifen", sagte Frangi der "Rheinischen Post".

Nach über tausend Luftangriffen der Israelis seien die Zerstörungen auf dem Gebiet von 360 Quadratkilometern "verheerend". Deutschland habe seine Chance verloren, zwischen Israelis und Palästinensern zu vermitteln. Das gelte auch für Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) bei seiner Nahost-Reise. "Wenn man so einseitig pro-israelisch handelt, bleibt der Einfluss gering", betonte Frangi.

Die Zahl der Palästinenser, die seit Beginn der jüngsten Luftoffensive Israels getötet wurden, stieg palästinensischen Angaben zufolge inzwischen auf 111. Unter den Toten seien 56 Zivilisten. Auf israelischer Seite waren seit Mittwoch drei Tote unter der Zivilbevölkerung zu beklagen.

hen/dpa/dapd

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insgesamt 58 Beiträge
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1. Die Palästinenser halten Deutschland nicht mehr
mann30 20.11.2012
für einen guten Vermittler, das waren sie doch noch nie, sondern nur geldgeber,und haben Angst davor Ihre wahre meinung Israel gegenüber zu äusern,so wie viele Länder dieser Welt,man wird doch nur wieder abgestraft anti semitisch zu sein.
2. Was kann eigentlich Frau Merkel ??
pkokot1 20.11.2012
Wirtschaftlich ist sie eine Niete, als Diplomatin taugt sie nichts, und im eigenen Lande kriegt sie nichts gebacken. In der privaten Wirtschaft werden solche Leute als "Looser" abgestempelt und bei der nächsten Freistellungsaktion entlassen.
3. optional
grauwolf1949 20.11.2012
Zuerst sollten beide Seiten erst einmal ein neues Vehandlungsangebot veröffentlichen. Nachdem schon Jahrzehnte um den Frieden gerungen wird ????!Die eine Seite setzt trotz absolut fehlender Erfolgsaussicht immer wieder auf Gewalt, die andere bracht den einzigen Regenten um, der erndthaft den Frieden wollte. Trotz der Verbrechen unserer Vorfahren am jüdischen Volk sollten unsere Politiker endlich mal wieder den Mut zu klaren Worten an beide Seiten finden oder schweigen.
4. Merkel kehrt zu offensichtlich den Hang zu Gunsten Israels heraus
Roßtäuscher 20.11.2012
Zitat von sysop"Oberflächlich und einseitig" - so lautet das Urteil eines Beraters von Palästinenserpräsident Abbas über die deutsche Nahostpolitik. Bundeskanzlerin Merkel solidarisiere sich mit Israel und sehe offenbar nicht das Leid im Gaza-Streifen, sagte Abdallah Frangi. Abbas-Berater kritisiert Merkels Nahostpolitik - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/abbas-berater-kritisiert-merkels-nahostpolitik-a-868161.html)
Undiplomatisch wie sie ist, schert sie sich wahrscheinlich gar nicht darum. Dass sie in Deutschland miese Regierungsarbeit leistet, in der EU der Buhmann ist, hat sich auch bis zu den Palästinensern herum gesprochen. Deutschland hat seit dieser Frau Schaden genommen, sie ist nun mal kein Helmut Schmidt oder Brandt, die sich weitaus geschickter anstellten. Sogar ihr Sprungbrett Kohl war nicht so tölpelhaft was gewisse Dinge betrifft.
5. Di Palästinänser existieren...
DasBrot 20.11.2012
Zitat von sysop"Oberflächlich und einseitig" - so lautet das Urteil eines Beraters von Palästinenserpräsident Abbas über die deutsche Nahostpolitik. Bundeskanzlerin Merkel solidarisiere sich mit Israel und sehe offenbar nicht das Leid im Gaza-Streifen, sagte Abdallah Frangi. Abbas-Berater kritisiert Merkels Nahostpolitik - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/abbas-berater-kritisiert-merkels-nahostpolitik-a-868161.html)
....doch nur durch das Geld aus Europa. Die sollen mal ganz still sein. Sie hatten Jahrzehnte Zeit mit diesen unglaublich vielen Milliarden einen funktionierenden Staat zu schaffen. Aber lieber haben Arafat und seine Frau dieses Geld verprasst. Ich stelle mir die Deutschen vor die über Jahrzehnte Raketen aus einem Nachbarland auf ihre Städte kriegen. Ich glaub die Radikalisierung wäre schon nach der ersten Rakete groß und es gäbe kein zweites mal.
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Gaza-Streifen: Das Leid der Zivilisten

Fläche: 22.072 km²

Bevölkerung: 7,837 Mio.

Regierungssitz: Jerusalem

Staatsoberhaupt: Schimon Peres

Regierungschef: Benjamin Netanjahu

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