Abtrünnige Kaukasus-Republik Abchasiens Regierungschef stirbt bei Verkehrsunfall

Er kam gerade von einer Syrienreise zurück: Gennadi Gagulija, Regierungschef der abtrünnigen georgischen Provinz Abchasien, ist bei einem Autounfall im russischen Grenzgebiet tödlich verletzt worden.

Gennadi Gagulija
picture alliance/ Thomas Tkhayt

Gennadi Gagulija


Sein Fahrer und Leibwächter sollen den Verkehrsunfall unverletzt überlebt haben: Der Regierungschef der von Georgien abtrünnigen Region Abchasien ist am Samstagabend ums Leben gekommen. Gennadi Gagulija war mit einer Fahrzeugkolonne unterwegs, als sich der Unfall ereignete, berichten russische Agenturen.

Das Unglück habe sich auf einer Straße zwischen Psou im Süden Russlands und der abchasischen Hauptstadt Suchumi ereignet, hieß es in einer Mitteilung auf der Website des abchasischen Kabinetts.

Die russische Nachrichtenagentur Tass berichtet, Gagulija sei auf dem Heimweg von einer Reise mit einer Delegation nach Syrien gewesen, als es zu dem Unfall kam.

Abchasien ist völkerrechtlich Teil der Schwarzmeerepublik Georgien, betrachtet sich aber unter der Schirmherrschaft Moskaus als selbstständiger Staat. Abbchasien und die ebenfalls abtrünnige Provinz Südossetien machen etwa ein Fünftel des georgischen Staatsgebiets aus.

Im August 2008 hatte die georgische Armee vergeblich einen Krieg geführt, um die Gebiete wieder einzugliedern. In der Folge errichtete Russland dauerhafte Militärstützpunkte in den beiden Gebieten. Georgien und der Westen verurteilen die fortgesetzte russische "Okkupation" von Abchasien und Südossetien. Der Kreml unterstützt jedoch weiterhin die dortigen Regierungen.

mho/dpa/AFP



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