Abrüstung Duma stimmt Start-Vertrag mit USA zu

Das russische Parlament hat den neuen Start-Vertrag mit den USA über die atomare Abrüstung ratifiziert. Nach der Duma muss jetzt noch der Föderationsrat dem Abkommen zustimmen, damit es in Kraft treten kann.


Moskau - Vollzug in der Duma: Das russische Unterhaus hat am Dienstag den neuen atomaren Abrüstungsvertrag mit den USA zugestimmt. In dritter und letzter Lesung votierte das Parlament in Moskau mit 350: 96 Stimmen für das historische Abkommen. Am Mittwoch muss noch das russische Oberhaus, der Föderationsrat, zustimmen.

US-Präsident Barack Obama und Kremlchef Dmitrij Medwedew hatten den neuen Vertrag bereits im vergangenen Jahr in Prag unterzeichnet. Er tritt aber erst mit der Ratifizierung durch die beiden Parlamente in Kraft.

Der Vertrag zur Reduzierung strategischer Offensivwaffen (Start) gilt als die wichtigste Vereinbarung zur nuklearen Abrüstung der beiden größten Atommächte seit 20 Jahren. Der US-Senat hatte die Vereinbarung vor Weihnachten ratifiziert.

Der Start-Vertrag verpflichtet beide Staaten, die Zahl der stationierten Atomsprengköpfe innerhalb der nächsten sieben Jahre von je 2200 auf 1550 zu reduzieren. Die stationierten Trägersysteme sollen auf jeweils 700 begrenzt werden.

Russland hat dem Dokument wie die USA eine Zusatzerklärung beigefügt. Demnach will Moskau den Vertrag nur einhalten, wenn die Sicherheit des Landes nicht durch neue Rüstungsinitiativen der USA bedroht werde. Wegen früherer US-Pläne für eine Raketenabwehr in Mitteleuropa hatte Russland die Ratifizierung des 1993 unterzeichneten Start-II-Vertrags platzen lassen.

als/dpa/AFP

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