Flüchtlinge im Mittelmeer Mindestens zehn Kinder sterben bei Bootsunglück

Ihr Boot kenterte vor der griechischen Insel Samos - mindestens 24 Menschen starben. Laut Küstenwache wurden auch Leichen von mehreren Kindern geborgen.

Flüchtlinge erreichen die griechische Insel Kos (Archivbild): 44.000 setzten in 2016 über
DPA

Flüchtlinge erreichen die griechische Insel Kos (Archivbild): 44.000 setzten in 2016 über


Neues Flüchtlingsdrama in der Ägäis: Mindestens 24 Menschen sind gestorben, als ihr Boot am Donnerstag vor der griechischen Insel Samos kenterte. Laut Küstenwache sind unter den Opfern auch zehn Kinder.

"Es ist fürchterlich", sagte ein Offizier der Küstenwache der Deutschen Presse-Agentur.

Zehn Menschen seien bislang aus den Fluten gerettet worden. Es sei aber noch unklar, wie viele Menschen an Bord des gekenterten Bootes waren. An der Suche beteiligten sich Boote der Grenzagentur Frontex, Fischer aus Samos, ein Hubschrauber sowie die griechische und die türkische Küstenwache.

Trotz des Winterwetters begeben sich noch immer Tausende Menschen pro Woche auf die gefährliche Überfahrt. Bereits am Mittwoch waren sieben Flüchtlinge vor der Insel Kos ums Leben gekommen. Allein am Dienstag wurden laut italienischer Küstenwache acht Schlauchboote und ein Fischerboot aufgebracht - und so 1271 Menschen gerettet.

Bis zum 24. Januar sind nach Angaben des Uno-Flüchtlingshilfswerks UNHCR mehr als 44.000 Migranten aus der Türkei nach Griechenland gekommen. 200 Menschen starben auf der Überfahrt. Die meisten Flüchtlinge stammen aus dem Bürgerkriegsland Syrien.

vek/syd/dpa/AP/AFP

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