Anschlag in Ägypten Staatssender meldet mehr als 230 Tote

Extremisten haben einen Anschlag auf eine Moschee auf dem Sinai verübt. Dabei wurden mehr als 230 Menschen getötet und Dutzende verletzt.

Der Tatort: Eine Moschee auf dem Sinai
STR/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Der Tatort: Eine Moschee auf dem Sinai


Der Anschlag ereignete sich während des Freitagsgebets: Im Norden der Sinai-Halbinsel in Ägypten ist ein Bombenanschlag auf eine Moschee verübt worden. Es seien mindestens 235 Menschen getötet und mindestens 125 verletzt worden, berichteten das Staatsfernsehen und die staatliche Zeitung "Al Ahram". Bislang hat sich noch niemand zur der Tat bekannt.

Unmittelbar nach dem Angriff hatte es vonseiten der Behörden geheißen, es gebe eine hohe Zahl von Verletzten. Danach stieg die Zahl der Toten von 54 auf 85, 115, 155, 184, 200 und dann auf mindestens 235.

Ziel des Anschlags war die Al-Rawdah-Moschee in Bir al-Abed westlich der Stadt Arish. Die Moschee war mit Gläubigen gefüllt, die sich zum Freitagsgebet versammelt hatten.

Angreifer legten nach Angaben aus Sicherheitskreisen mehrere Sprengsätze um die Moschee und zündeten sie, als die Gläubigen nach dem Freitagsgebet herauskamen. Anschließend hätten sie auf Flüchtende geschossen, hieß es weiter.

Auf Bildern, die direkt nach dem Anschlag in den sozialen Netzwerken geteilt wurden, sind zahlreiche Körper zu sehen, die im Innern einer Moschee auf dem Boden liegen und teilweise mit Decken oder Kleidungsstücken abgedeckt sind. Der grüne Teppichboden der Moschee ist voller Blutflecken. Auf anderen Fotos werden Menschen in Krankenwagen und auf der offenen Ladefläche von Autos weggefahren. Die ägyptische Regierung rief dem staatlichen Fernsehen zufolge eine dreitägige Staatstrauer aus.

Auf der Sinai-Halbinsel kommt es immer wieder zu terroristischen Angriffen eines Ablegers der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Vor allem Sicherheitskräfte sind im Visier der Islamisten. Militär und Polizei gehen in der Region massiv gegen mutmaßliche Terroristen vor. Bei Razzien kam es zuletzt häufiger zu tödlichen Schusswechseln. Die Region im Norden der Halbinsel ist zu großen Teilen militärisches Sperrgebiet.

als/cte/Reuters/AP/AFP/dpa



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