Ägypten Ex-Präsident Morsi wegen Beleidigung eines Richters verurteilt

Mohamed Morsi wurde vor viereinhalb Jahren abgesetzt und verhaftet. Nun hat ein Gericht in Kairo Ägyptens Ex-Präsident erneut schuldig gesprochen - diesmal, weil er einen Richter beleidigt hatte.

Mohamed Morsi
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Mohamed Morsi


Ägyptens früherer Präsident Mohamed Morsi ist erneut zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Ein Gericht in Kairo sprach den Islamisten schuldig, vor vier Jahren die Justiz in einer öffentlichen Ansprache beleidigt zu haben, berichtete das ägyptische Staatsfernsehen am Samstag auf seiner Internetseite. Das Gericht verhängte dafür eine Haftstrafe von drei Jahren gegen ihn.

Morsi hatte 2013 in einer Fernsehansprache einem Richter vorgeworfen, Betrug bei früheren Wahlen übersehen zu haben. Das Gericht warf Morsi jetzt vor, damit "Hass geschürt" zu haben.

Morsi war der erste frei gewählte Präsident Ägyptens nach dem Sturz von Langzeitmachthaber Hosni Mubarak. Nach Massenprotesten gegen ihn wurde er Mitte 2013 durch die ägyptische Armee abgesetzt. Morsi wurde bereits in mehreren anderen Verfahren zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Ende 2016 wurde seine lebenslange Haftstrafe aufgehoben, im September 2017 wurde sie auf 25 Jahre reduziert.

cte/dpa



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