Ägypten Hinterbliebene des Messerattentats von Hurghada verlangen Aufklärung

Acht Monate nach dem Mord an mehreren Touristinnen im ägyptischen Hurghada warten die Hinterbliebenen noch immer auf Aufklärung. Das BKA hat nach SPIEGEL-Informationen Hinweise auf einen Terrorakt - doch die Behörden vor Ort mauern.

Strand in Hurghada
DPA

Strand in Hurghada

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Die Angehörigen von zwei in Ägypten erstochenen deutschen Touristinnen erheben schwere Vorwürfe. Bis heute - mehr als acht Monate nach der Tat - hätten sie keine Auskunft über die Hintergründe des Messerattentats erhalten, beklagen deren Töchter im SPIEGEL: "Wir verlangen nicht viel. Wir wollen einfach nur wissen, was passiert ist. Wie sollen wir sonst jemals abschließen?" (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Am 14. Juli 2017 hatte ein Ägypter an einem Hotelstrand in Hurghada auf Urlauberinnen eingestochen, zwei Frauen aus der Nähe von Peine und eine Tschechin starben. Vieles deutet auf einen islamistischen Anschlag hin. Das Bundeskriminalamt kam nach SPIEGEL-Informationen zu dem Schluss, es liege "sehr wohl der Verdacht nahe, dass die Tat religiös motiviert war". Möglicherweise habe der Täter "im Auftrag einer Person oder einer terroristischen Vereinigung gehandelt".

Doch die ägyptischen Behörden wollen von Terrorismusbezügen offiziell nichts wissen. Stattdessen deuten sie psychische Probleme des Attentäters an. Der Verdächtige habe die Tat zugegeben, sei aber noch nicht verurteilt worden, schrieben sie dem Anwalt der Angehörigen. Der mutmaßliche Täter sei zur Beobachtung in die Psychiatrie gebracht worden.

Der Opferanwalt ist überzeugt: "Die Ägypter wollen verschleiern, dass der Angriff islamistisch motiviert war."

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL - ab Samstagmorgen erhältlich.

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