Tanta/Kairo - Demonstranten warfen angeblich Steine und Brandbomben, die Polizei setzte Tränengas ein und schoss in die Luft: Nach dem Begräbnis des getöteten jungen Aktivisten Mohammed al-Guindi kam es in der ägyptischen Provinzstadt Tanta zu Krawallen zwischen Protestierenden und Sicherheitskräften.
Die Demonstranten griffen in der Nacht zum Dienstag nach Angaben der Polizei mehrere öffentliche Gebäude an. Ziel der Attacken waren unter anderem eine Polizeistation und das Gouverneursgebäude. Ein Demonstrant sei von einem Projektil getroffen und verletzt worden, hieß es.
Angehörige, Nachbarn und Tausende Gegner der islamistischen Regierung hatten zuvor an dem Begräbnis von Mohammed al-Guindi teilgenommen. Er war am Montag in einem Kairoer Krankenhaus gestorben. Ägyptische Medien meldeten unter Berufung auf Krankenhausärzte, der Angehörige der linken Volksbewegung von Ex-Präsidentschaftskandidat Hamdien Sabahi sei bei einer Demonstration festgenommen und in Polizeigewahrsam gefoltert worden.
als/dpa
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