Ägypten Mindestens vier Tote bei Anschlag auf Touristenbus

Unweit der Pyramiden von Gizeh ist ein Anschlag auf einen Bus verübt worden. Es gab Tote und mindestens elf Verletzte. Über die Hintergründe ist bislang noch nichts bekannt.

Bombenanschlag auf Touristenbus in Gizeh
AFP

Bombenanschlag auf Touristenbus in Gizeh


Bei einer Bombenexplosion in der Nähe der Pyramiden von Gizeh in Ägypten sind mehrere Urlauber getötet worden. Nach dem Anschlag auf einen Touristenbus gibt mittlerweile vier Todesopfer. In einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft vom Freitagabend wurden drei Vietnamesen sowie ein Ägypter als Todesopfer aufgeführt.

Zuvor war von zwei getöteten Vietnamesen die Rede gewesen, außerdem starb der ägyptische Reiseführer. Den neuen Angaben zufolge wurden überdies elf Vietnamesen sowie der ägyptische Busfahrer verletzt.

Der Anschlag hatte sich um kurz nach 18 Uhr an einer viel befahrenen Straße unweit der bei Touristen beliebten Pyramiden ereignet. Der Bus wurde von einem selbstgebauten Sprengsatz getroffen, der nach Angaben des ägyptischen Innenministeriums am Straßenrand platziert worden war.

Der Ort des Zwischenfalls wurde von den Sicherheitskräften abgesperrt. Die Ermittlungen dauerten zunächst bis weit in den Abend an.

In dem Urlaubsland Ägypten kommt es immer wieder zu Angriffen auf Touristen und zu Terroranschlägen. Die Reisebranche des Landes leidet darunter sehr. Die Touristenzahlen waren nach den Umbrüchen des sogenannten Arabischen Frühlings 2011 stark gesunken, erholten sich zuletzt aber leicht. Das Auswärtige Amt warnt dennoch vor einem erhöhten Risiko terroristischer Anschläge.

Vor allem auf der Sinai-Halbinsel kommt es immer wieder zu Zwischenfällen. Aber auch in der Hauptstadt Kairo oder in anderen Teilen des Landes ereignen sich immer wieder Anschläge. Zuletzt starben bei einem Anschlag auf koptische Pilger Anfang November sieben Menschen.

mfh/lie/AFP/AP

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