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Veruntreuung: Ägyptens Exdiktator Mubarak zu drei Jahren Haft verurteilt

Ein ägyptisches Gericht hat Exstaatschef Husni Mubarak zu drei Jahren Haft verurteilt. Auch zwei seiner Söhne bekamen Haftstrafen. Sie sollen Staatsgelder für den Bau einer Privatvilla veruntreut haben.

Kairo - Der frühere ägyptische Präsident Husni Mubarak ist zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ein Gericht in Kairo verurteilte zudem Mubaraks bereits inhaftierte Söhne Alaa und Gamal zu jeweils vier Jahren Gefängnis. In dem Fall geht es um die Veruntreuung von umgerechnet 13,5 Millionen Euro öffentlicher Gelder.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Angeklagten mehr als hundert Millionen ägyptische Pfund aus dem Haushalt des Präsidialamts in Kairo veuntreut haben. Stattdessen soll das Geld in den Ausbau von Mubaraks Privatvilla im Ferienort Scharm al-Scheich am Roten Meer geflossen sein.

Mubarak war im Februar 2011 nach Massenprotesten von der Armeeführung zum Rücktritt gezwungen worden. Der Expräsident muss sich derzeit auch noch wegen der Tötung von mehr als 800 Demonstranten während der damaligen Proteste vor Gericht verantworten. In diesem Verfahren droht ihm die Todesstrafe.

Mubarak nahm das Urteil im Gerichtssaal der Polizeiakademie in Kairo regungslos zur Kenntnis. Während des Prozesses saß der 86-Jährige in einem strenggesicherten, aber komfortablen Haftkrankenhaus im Süden Kairos ein - dorthin wurde er nach Verkündung der Haftstrafe zurückgebracht. Mubarak kann gegen das Urteil in Berufung gehen.

fab/syd/AFP/dpa

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