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Ägypten: Radioaktives Material aus Atomkraftwerk gestohlen

Aus einem ägyptischen Kernkraftwerk ist offenbar radioaktives Material verschwunden. Laut einer staatlichen Zeitung fehlt der strahlende Stoff bereits seit der vergangenen Woche. Er hatte in einem Tresor gelegen.

Kairo - Das ägyptische Atomkraftwerk Dabaa ist noch gar nicht fertig. Gegen große Proteste in der Bevölkerung entsteht es derzeit an der Mittelmeerküste. Nun gerät das AKW mit Negativ-Schlagzeilen in die Presse: Dort wurde offenbar radioaktives Material gestohlen. Wie die staatliche Zeitung "Al Ahram" am Donnerstag meldete, verschwand das Material in der vergangenen Woche aus einem Tresor auf dem Gelände.

Über Menge und Art des verschwundenen Materials wurden keine Angaben gemacht. Die Regierung habe wegen des Vorfalls die Sicherheitsbehörden alarmiert und Spezialteams mit der Suche beauftragt, berichtete das Blatt weiter.

Der Diebstahl soll während einer Protestveranstaltung gegen das Atomkraftwerk stattgefunden haben. In Dabaa hatten letzte Woche Hunderte aufgebrachte Ägypter protestiert und eine Verlagerung des Standorts für den Meiler verlangt. Mehr als ein Dutzend Menschen waren bei den Zusammenstößen mit Soldaten verletzt worden.

Die ägyptischen Pläne für Atomstrom sind schon Jahrzehnte alt. Bereits der 1970 verstorbene Präsident Gamal Abd al-Nasser wollte das Land mit Nuklearenergie in die Moderne führen. Aber erst 2006 nahmen die Pläne konkrete Formen an. Der damalige Machthaber Präsident Husni Mubarak kündigte den Bau einer Atomanlage an.

ler/Reuters

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Bevölkerung: 85,783 Mio.

Hauptstadt: Kairo

Staatsoberhaupt:
Abdel Fattah el-Sisi

Regierungschef: Sherif Ismail

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