Auf dem Weg nach Gaza: Ägypten stoppt Sprengstoff-Lkw

Ägyptische Sicherheitskräfte haben einen Lastwagen gestoppt, der mit einer Tonne Sprengstoff auf dem Weg in den palästinensischen Gazastreifen war. Wie schon frühere Funde von Sprengstoff, Schnellfeuerwaffen oder Raketenteilen soll das Material aus Libyen stammen.

Kairo - Bei Lieferungen in den Gaza-Streifen schaut die ägyptische Polizei genau hin - und wird immer wieder fündig. Jetzt stoppten die Sicherheitskräfte einen Lastwagen mit einer Tonne explosiver Ladung auf dem Weg in das palästinensische Gebiet. Wie am Sonntag aus Sicherheitskreisen verlautete, wurde der Sprengstoff in einem verdächtigen Fahrzeug entdeckt, das an einem Kontrollpunkt auf der Sinai-Halbinsel angehalten worden war.

Weiter hieß es, dies sei die bisher größte Menge an explosivem Material, die die Behörden in einem einzelnen Transporter entdeckt hätten. Kleinere Funde sind schon fast alltäglich: Ägyptischen Medien zufolge hat die Polizei in den vergangenen drei Monaten insgesamt fünf Tonnen Sprengstoff sowie Raketenteile und Schnellfeuerwaffen sichergestellt. Das Material soll aus Libyen stammen. Vom Gazastreifen aus werden immer wieder Angriffe auf Ziele in Israel verübt.

In der ägyptischen Hauptstadt Kairo sind bei Zusammenstößen in der vergangenen Nacht zwischen der Polizei und Stadtbewohnern mindestens vier Menschen getötet worden. Mindestens zwölf Menschen wurden verletzt, teilte das ägyptische Gesundheitsministerium am Sonntag mit, drei davon seien Polizisten.

Dem Bericht zufolge begannen die Ausschreitungen in der Nacht zum Sonntag und hielten bis zum Morgen an. Auslöser war den Angaben zufolge eine fehlgeleitete Kugel, die einen unbeteiligten Zuschauer tötete, der auf seinem Balkon saß. Die Polizei hatte den Schuss bei der Jagd auf einen mutmaßlichen Drogendealer abgefeuert.

Seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Husni Mubarak 2011 ist es in Ägypten wiederholt zu Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Zivilisten gekommen. Die brutale Gewalt der Polizei war einer der Auslöser für den Beginn des Aufstands der Bevölkerung.

nck/AP/dpa

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insgesamt 45 Beiträge
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1. Erst der Anfang -
hugahuga 20.01.2013
Zitat von sysopÄgyptische Sicherheitskräfte haben einen Lastwagen gestoppt, der mit einer Tonne Sprengstoff auf dem Weg in den palästinensischen Gazastreifen war. Wie schon frühere Funde von Sprengstoff, Schnellfeuerwaffen oder Raketenteilen soll das Material aus Libyen stammen. Ägypten stoppt Sprengstoff-Lkw auf dem Weg nach Gaza - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/aegypten-stoppt-sprengstoff-lkw-auf-dem-weg-nach-gaza-a-878635.html)
sollte sich ergeben, dass die Wahlen in Israel Herrn Bennett an die Macht spülen, der ja bekanntlich die ,harte Linie' vertritt, dann hat ein palästinensischer Staat keine Zukunft. Was die UN sagt, interessiert Herrn Bennett nicht und dieses wird zur Folge haben, dass sich militante Palästinenser wehren werden. Wir alle wissen um diesen Kreislauf, wissen auch, dass nur die USA in der Lage sind, Israel auf den Weg zu Verhandlungen und damit zur Vernunft zu zwingen. Wir können diesem Treiben nur durch Boykott begegnen - mehr geht nicht.
2.
yournightmare 20.01.2013
Zitat von hugahugasollte sich ergeben, dass die Wahlen in Israel Herrn Bennett an die Macht spülen, der ja bekanntlich die ,harte Linie' vertritt, dann hat ein palästinensischer Staat keine Zukunft. Was die UN sagt, interessiert Herrn Bennett nicht und dieses wird zur Folge haben, dass sich militante Palästinenser wehren werden. Wir alle wissen um diesen Kreislauf, wissen auch, dass nur die USA in der Lage sind, Israel auf den Weg zu Verhandlungen und damit zur Vernunft zu zwingen. Wir können diesem Treiben nur durch Boykott begegnen - mehr geht nicht.
Was genau sollen wir boykottieren? Israelische Geheimdienstinformationen? Das blöde ist, dass wir dann eigenen Geheimdienst aufbauen müssen. Was genau kaufen wir aus Israel, was wir boykottieren können? Wir können höchsten Israel provozieren uns auch zu boykottieren. Wird in beide Richtungen aber nur symbolische Provokation sein. Mehr nicht. Richtiger Handel zwischen Israel und Deutschland findet ja nicht statt. Sagen wir, zahlt für unsere U-Boote, sagen die zurück, zahlt für die Geheimdienstinformationen, die ihr von uns kostenlos kriegt. Kaufen wir keine israelische Tomaten, kaufen die keine deutsche Autos. Und gerade jetzt, wo Israel so unberührt durch die Wirtschaftskrise durchgekommen ist, werden die alle Boykotte selbstbewusst hart zurück beantworten.
3.
Waldpinguie 20.01.2013
Was will man in Gaza mit Sprengstoff und Raketenteilen, einen Staat aufbauen?
4. Was ist passiert?
gerdimaus 20.01.2013
Früher reichte es libyen nur Öl zu exportieren,allen ging es gut. Jetzt werden Waffen exportiert. Reicht das Öl nicht mehr um die Libyer zu versorgen. Was ist passiert?
5.
abraxas63 20.01.2013
Zitat von sysopÄgyptische Sicherheitskräfte haben einen Lastwagen gestoppt, der mit einer Tonne Sprengstoff auf dem Weg in den palästinensischen Gazastreifen war. Wie schon frühere Funde von Sprengstoff, Schnellfeuerwaffen oder Raketenteilen soll das Material aus Libyen stammen. Ägypten stoppt Sprengstoff-Lkw auf dem Weg nach Gaza - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/aegypten-stoppt-sprengstoff-lkw-auf-dem-weg-nach-gaza-a-878635.html)
Die Revolution wird exportiert....
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