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Prozess in Ägypten: Zwölf Mursi-Anhänger zum Tode verurteilt

Ein Gericht in Kairo hat Todesurteile gegen zwölf Anhänger des gestürzten ägyptischen Präsidenten Mursi bestätigt. Der Vorwurf: Sie sollen einen Polizeioffizier ermordet und eine dschihadistische Zelle gegründet haben.

Kairo - Sie sollen im vergangenen Jahr einen Polizeioffizier ermordet und weitere Polizisten angegriffen haben. Deswegen wurden zwölf Anhänger des geschassten Präsidenten Mohammed Mursi zum Tode verurteilt. Jetzt hat ein Gericht in Kairo die Entscheidung bestätigt. Elf weitere Angeklagte sollen lebenslang ins Gefängnis.

Die Männer, die der Muslimbruderschaft nahestehen, waren bereits im Juni verurteilt worden. Ihnen wird desweiteren vorgeworfen, eine dschihadistische Zelle gegründet zu haben. Sieben der zum Tode Verurteilten saßen im Gerichtssaal, als der Richter das Urteil sprach. Fünf weitere sind auf der Flucht. Sie können das Urteil noch anfechten.

Mit den Urteilen wird eine Reihe von Gerichtsprozessen gegen Anhänger der Muslimbruderschaft fortgesetzt: Seit dem Sturz des Islamisten Mursi im vergangenen Sommer gilt die Vereinigung, aus deren Reihen er hervorgegangen war, als terroristisch. Zuletzt hatte ein Gericht in Minia im April gegen 683 Angeklagte die Todesstrafe verhängt. Für 183 von ihnen wurde das Urteil inzwischen bekräftigt, darunter der Bruderschaftsführer Mohammed Badie.

vek/dpa/Reuters

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Fläche: 1.009.450 km²

Bevölkerung: 85,783 Mio.

Hauptstadt: Kairo

Staatsoberhaupt:
Abdel Fattah el-Sisi

Regierungschef: Sherif Ismail

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