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Äthiopien Schwedische Reporter zu elf Jahren Haft verurteilt

Bis zuletzt hatten zwei schwedische Journalisten auf ein mildes Urteil gehofft. Doch jetzt verurteilte ein äthiopisches Gericht die Männer wegen angeblicher terroristischer Aktivitäten zu elf Jahren Gefängnis. Kritiker sprechen von einem politisch bedingten Schuldspruch.

Addis Abeba - Zwei schwedische Reporter sind wegen "terroristischer Aktivitäten" und illegaler Einreise in Äthiopien zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Addis Abeba entschied am Dienstag auf "strengen Freiheitsentzug" für die beiden Europäer.

Die freien Journalisten Johan Persson, 29 Jahre, und Martin Schibbye, 31 Jahre, waren Anfang Juli zusammen mit mehreren Kämpfern der Rebellenorganisation Nationale Befreiungsfront von Ogaden (ONLF) im Osten Äthiopiens festgenommen worden. Äthiopien betrachtet die ONLF als Terrorgruppe.

Illegal eingereist

Die zwei Männer hatten eingeräumt, illegal eingereist zu sein. Die Vorwürfe der Terrorunterstützung und auch den Vorwurf, Waffentraining erhalten zu haben, wiesen sie zurück. Nach eigenen Angaben recherchierten sie zu den Aktivitäten der schwedischen Ölfirma Lundin Oil und trafen sich bereits in London und Nairobi ausschließlich aus beruflichen Gründen mit ONLF-Anführern.

Beim Schuldspruch, der bereits vor einer Woche erging, urteilte das Gericht jedoch, es sei "sehr unwahrscheinlich", dass die beiden Reporter gemeinsam mit bewaffneten Rebellen ins Land gekommen seien, um lediglich zu recherchieren.

Regierungschef Reinfeldt fordert Freilassung

Schwedens Regierungschef Fredrik Reinfeldt hatte nach dem Schuldspruch erklärt, die beiden Journalisten seien unschuldig und müssten auf freien Fuß gelassen werden. Die beiden Verurteilten nahmen das Urteil regungslos zur Kenntnis. Ihr Anwalt kündigte an, noch diese Woche entscheiden zu wollen, ob Rechtsmittel eingelegt werden sollten.

Der schwedische Journalistenverband nannte das Urteil politisch bedingt. Es gebe keine Hinweise auf terroristische Aktivitäten. Äthiopien wolle offenbar Reporter davon abhalten, zu mutmaßlichen Menschenrechtsverletzungen in der Ogaden-Region zu recherchieren.

heb/AFP/dapd/dpa

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insgesamt 4 Beiträge
mrbeirut 27.12.2011
Europäer können unmöglich kriminell sein. Lasst alle Europäer in jedem 3 Welt Land frei!
Zitat von sysopBis zuletzt hatten zwei schwedische Journalisten auf ein mildes Urteil gehofft. Doch jetzt verurteilte*ein äthiopisches Gericht die Männer*wegen angeblicher terroristischer Aktivitäten zu elf Jahren Gefängnis. Kritiker sprechen von einem politisch bedingten Schuldspruch. Äthiopien: Schwedische Reporter zu elf Jahren Haft verurteilt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,805153,00.html)
Europäer können unmöglich kriminell sein. Lasst alle Europäer in jedem 3 Welt Land frei!
Gerdtrader50 27.12.2011
Sorry, aber wie doof muss man denn sein, um illegal ohne die Erlangung von Visa über die Botschaft Äthiopiens eine Einreise durchzuführen und sich dann noch mit einer Oppositionsgruppe zu treffen, die im Lande als [...]
Zitat von sysopBis zuletzt hatten zwei schwedische Journalisten auf ein mildes Urteil gehofft. Doch jetzt verurteilte*ein äthiopisches Gericht die Männer*wegen angeblicher terroristischer Aktivitäten zu elf Jahren Gefängnis. Kritiker sprechen von einem politisch bedingten Schuldspruch. Äthiopien: Schwedische Reporter zu elf Jahren Haft verurteilt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,805153,00.html)
Sorry, aber wie doof muss man denn sein, um illegal ohne die Erlangung von Visa über die Botschaft Äthiopiens eine Einreise durchzuführen und sich dann noch mit einer Oppositionsgruppe zu treffen, die im Lande als terroristische Vereinigung gilt ? Die Haft wird sie über ihre Dummheiten belehren. Das ist auch mit journalistischen Recherchen nicht mehr zu rechtfertigen, Einreisen in Länder ohne Visum. Kann ihnen halt keiner helfen, wenn sie so schlau sind.
old_spice 27.12.2011
bitte keine weiteren Infos an die Presse - das treibt nur den Preis für die Begnadigung hoch. Äthiopien ist ein armes Land. Statt hier laut rumzupoltern sollte sich Schweden auf diplomatischer Ebene nach den illegal [...]
bitte keine weiteren Infos an die Presse - das treibt nur den Preis für die Begnadigung hoch. Äthiopien ist ein armes Land. Statt hier laut rumzupoltern sollte sich Schweden auf diplomatischer Ebene nach den illegal Eingereisten erkundigen. Gegen eine wohlwollende Unterstützung (Entwicklungshilfe) lässt sich sicher eine für beide Seiten machbare Lösung finden.
mrbeirut 27.12.2011
Das halte ich für falsch! Arm hin oder her, die Gesetze eines Landes müssen beachtet werden.
Zitat von old_spicebitte keine weiteren Infos an die Presse - das treibt nur den Preis für die Begnadigung hoch. Äthiopien ist ein armes Land. Statt hier laut rumzupoltern sollte sich Schweden auf diplomatischer Ebene nach den illegal Eingereisten erkundigen. Gegen eine wohlwollende Unterstützung (Entwicklungshilfe) lässt sich sicher eine für beide Seiten machbare Lösung finden.
Das halte ich für falsch! Arm hin oder her, die Gesetze eines Landes müssen beachtet werden.
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