Angriff in Dschalalabad Bewaffnete töten in Afghanistan mindestens elf Menschen

Es ist die zweite Attacke in zwei Tagen. Im ostafghanischen Dschalalabad griffen Unbekannte ein Gebäude des Bildungsministeriums an.

Soldaten der afghanischen Armee
REUTERS

Soldaten der afghanischen Armee


Bei einem Angriff mutmaßlicher Extremisten auf ein Bildungsamt der ostafghanischen Stadt Dschalalabad sind nach offiziellen Angaben elf Menschen getötet worden. Unter ihnen sei der Leiter der Behörde, hieß es in einer Mitteilung der Provinzregierung. Provinzsprecher Attaullah Chogiani hatte zuvor gesagt, alle Angreifer seien mittlerweile tot. Mehr Informationen zu ihrer Zahl oder zur Identität der Opfer gab es zunächst nicht.

Eine Gruppe bewaffneter Männer war gegen neun Uhr Ortszeit in das Haus eingedrungen. Nach Angaben eines Augenzeugen waren zu dem Zeitpunkt 20 bis 30 Menschen in dem Gebäude.

Erst am Dienstag waren bei einem Selbstmordanschlag in Dschalalabad mindestens zehn Menschen getötet worden. Der Angreifer hatte sich in der Nähe eines Fahrzeugs afghanischer Sicherheitskräfte in die Luft gesprengt. Auch eine Tankstelle geriet in Brand.

In der Stadt wurden in den vergangenen Monaten mehrere Anschläge verübt. Erst Anfang des Monats waren während eines Besuchs von Präsident Aschraf Ghani 19 Menschen bei einem Anschlag getötet worden, den die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) für sich reklamierte.

Das Gebäude des Bildungsministeriums in Dschalalabad war vor genau einem Monat schon einmal von Aufständischen angegriffen worden. Ein Selbstmordattentäter sprengte sich am Eingang in die Luft, Sicherheitskräfte lieferten sich heftige Gefechte mit den Angreifern. Mindestens zehn Menschen wurden verletzt, als Angestellte in Panik aus den Fenstern sprangen.

In der Provinz Nangarhar an der pakistanisch-afghanischen Grenze sind sowohl die radikalislamischen Taliban als auch der IS aktiv.

asa/dpa/AFP



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