Afghanistan Bundeswehr setzt millionenteure Mini-Drohnen ein

Die Bundeswehr in Afghanistan arbeitet mit neuen unbemannten Fluggeräten: Die Aufklärungsdrohnen sind allerdings nicht nur teuer - sondern auch extrem pannenanfällig.

Von Alexander Szandar


Berlin - Um den Schutz der Soldaten im afghanischen Kunduz zu verbessern, setzt die Bundeswehr ein neues unbemanntes Fluggerät ein. Das sogenannte "Kleinfluggerät Zielortung" - kurz KZO - startete Anfang August zu ersten Aufklärungsflügen.

Drohne der Bundeswehr: Erste Aufklärungsflüge gestartet
dpa

Drohne der Bundeswehr: Erste Aufklärungsflüge gestartet

Das Gerät sollte eigentlich schon vor einem Jahr in Afghanistan eingesetzt werden. Nach einigen Abstürzen in der Heimat mussten aber erst die Flügel nachgebessert werden.

Ohnehin leidet der Mini-Flieger, von dem die Bundeswehr sechs Systeme mit je zehn Drohnen für rund 300 Millionen Euro bestellt hat, unter beträchtlichem Verzug: Entwicklung und Beschaffung der KZO waren schon für die frühen achtziger Jahre geplant, verzögerten sich aber regelmäßig wegen Geldmangels und technischer Probleme.

Die Drohne, die aus einem Umkreis von etwa 65 Kilometern in Echtzeit Bilder zur Bodenstation übertragen kann, darf aber vorerst vom deutschen Camp aus abheben. Für Einsätze bei Patrouillen fern des Lagers wären Transport-Lkw mit gepanzerten Fahrerhäusern notwendig. Die hat die Bundeswehr aber nicht rechtzeitig bestellt.



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