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Afghanistan: Bundeswehr-Soldaten erschießen zwei Zivilisten

Zwischenfall nahe Kundus: Ein Fahrzeug raste mit hoher Geschwindigkeit auf einen Posten der Bundeswehr zu, der Fahrer reagierte nicht auf Warnschüsse - da haben die Soldaten gezielt das Feuer eröffnet. Zwei Insassen starben, zwei wurden schwer verletzt.

Berlin - Im Norden Afghanistans ist es zu einem folgenschweren Zwischenfall gekommen: Bundeswehrsoldaten haben zwei Zivilpersonen erschossen und zwei weitere schwer verletzt.

Wie die Bundeswehr mitteilte, fuhr in der Nähe von Kundus ein mit sechs Personen besetztes Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit auf eine Stellung deutscher Truppen zu. Der Fahrer habe auf Warnschüsse nicht reagiert, und die Soldaten hätten daraufhin gezielt auf den Wagen geschossen.

Dabei starb den Angaben zufolge ein Jugendlicher noch am Ort des Geschehens. Eine weitere Person starb auf dem Weg ins Rettungszentrum des Regionalen Wiederaufbauteams Kundus. Dort befinden sich derzeit die beiden anderen schwer verletzten Menschen.

Eine Person aus dem Auto blieb unverletzt, eine weitere flüchtete. Die Soldaten hätten "nach derzeit vorliegenden Informationen von einem Angriff ausgehen müssen und rechtmäßig geschossen", gab die Bundeswehr bekannt.

hut/AP

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