Afghanistan Drei Nato-Soldaten bei Anschlag getötet

Bei einem Selbstmordanschlag in Afghanistan sind drei Nato-Soldaten getötet worden. Drei weitere wurden verletzt.

Trauerfeier vor schiitischer Moschee
AFP

Trauerfeier vor schiitischer Moschee


In Afghanistan sind Soldaten während einer Patrouille im Osten des Landes Opfer eines Selbstmordanschlags geworden. Drei Nato-Soldaten seien getötet worden, drei weitere Soldaten, ein US-Bürger und zwei Afghanen, seien verletzt worden, teilte die Nato am Sonntag mit. Zur Nationalität der Getöteten machte sie zunächst keine Angaben.

Die Soldaten gehörten zur Nato-Mission "Resolute Support", die sich seit Anfang 2015 um Ausbildung, Beratung und Unterstützung der afghanischen Streitkräfte bemüht. Die Bundeswehr ist derzeit mit rund 1200 Soldaten daran beteiligt. Die meisten von ihnen sind im Feldlager im nordafghanischen Masar-i-Scharif stationiert. Eine kleinere Gruppe ist in der Hauptstadt Kabul im Einsatz.

IS bekennt sich zu Anschlag auf schiitische Moschee in Afghanistan

Die radikalislamische IS-Miliz hat derweil den schweren Anschlag auf eine schiitische Moschee in Afghanistan für sich reklamiert. Das teilten die Extremisten am Samstag über ihr Sprachrohr, die Nachrichtenagentur Amak, mit.

Nach Polizeiangaben waren bei dem Selbstmordattentat während des Freitagsgebetes in Gardes in der Provinz Paktia 39 Menschen getötet und mehr als 80 weitere verletzt worden. Demnach wurde der Anschlag von zwei Extremisten verübt, die in Burkas gehüllt waren. Sie hätten das Feuer auf die Menge eröffnet. Einer der beiden habe sich in die Luft gesprengt.

Die sunnitischen Extremisten des sogenannten Islamischen Staates (IS) bezeichnen Schiiten als Ketzer. In den vergangenen Jahren haben Angriffe auf Schiiten in Afghanistan zugenommen. Diese stellen in dem überwiegend sunnitischen Land Schätzungen zufolge etwa zehn bis 15 Prozent der Bevölkerung.

ssu/AFP



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