Anschlag auf Bildungszentrum Dutzende Tote bei Explosion in Kabul

Ein Selbstmordattentäter hat in der afghanischen Hauptstadt Kabul mindestens 48 Menschen getötet, viele weitere wurden verletzt. Der Sprengsatz zündete in einem Bildungszentrum.

Anschlag in Kabul
HEDAYATULLAH AMID/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Anschlag in Kabul


Bei einem Selbstmordanschlag in einem schiitischen Viertel von Kabul sind mindestens 48 Menschen getötet worden. Außerdem gebe es 67 Verletzte, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Die Behörden gingen von einem Selbstmordattentat aus. Polizeisprecher Haschmat Staniksai erklärte, die Tat im Westen der afghanischen Hauptstadt sei von einem Attentäter verübt worden, der zu Fuß unterwegs gewesen sei. Dieser habe sich in einem Bildungszentrum in die Luft gesprengt. Bisher hat sich niemand zu der Tat bekannt.

In der Vergangenheit hatte jedoch die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zahlreiche Anschläge auf Schiiten für sich reklamiert. Die IS-Miliz sieht Schiiten als Ungläubige an. Anfang des Monats waren bei einem Selbstmordanschlag auf eine schiitische Moschee im Osten des Landes 35 Menschen getötet und fast hundert weitere verletzt worden. Die radikalislamischen Talibanerklärten, sie steckten nicht hinter der Tat.

Die Anschläge und Angriffe von Extremisten in Afghanistan treffen besonders häufig Kabul. Nach Angaben der Uno ist die Hauptstadt der gefährlichste Ort für Zivilisten im ganzen Land.

asc/Reuters/AFP

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