Afghanistan Dutzende Tote und Verletzte bei Selbstmordanschlag in Kabul

Der Anschlag ereignete sich während der Feiern zum Neujahrsfest: Ein Selbstmordattentäter hat in Kabul mindestens 26 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt.

Polizisten in Kabul
AP

Polizisten in Kabul


Bei einem Selbstmordanschlag in Kabul sind nach offiziellen Angaben mindestens 26 Menschen getötet worden. Die Detonation habe sich in der Nähe einer heiligen Stätte der Schiiten im Westen der afghanischen Hauptstadt ereignet, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Es gebe mindestens 18 Verletzte. Unter den Opfern seien auch Frauen und Kinder.

Der Anschlag erfolgte zu Beginn der Feiern zum Neujahrsfest Naurus. In Kabul gelten daher verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand.

Offenbar sei der Täter auf dem Weg zur Moschee gewesen, sagte der Sprecher des Innenministeriums. Weil die aber wegen der Feierlichkeiten streng bewacht werde, sei der Täter wohl nicht näher herangekommen und habe seine Ladung vorzeitig vor dem großen Aliabad-Krankenhaus im Viertel gezündet. Die meisten Opfer seien Passanten auf dem Weg zur Moschee gewesen.

Kabul war in den vergangenen Monaten von einer Reihe von Anschlägen erschüttert worden, die von den radikalislamischen Taliban oder der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) für sich reklamiert wurden. Die Stadt gilt inzwischen als einer der gefährlichsten Orte für Zivilisten in Afghanistan.

cte/Reuters/AFP



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