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Afghanistan-Einsatz: Bundeswehr-Tornado macht Bruchlandung

Erster ernster Zwischenfall beim Tornado-Einsatz in Afghanistan: Bei der Landung einer Maschine riss das Bugfahrwerk ab. Die Besatzung blieb unverletzt.

Berlin - Knapp zwei Wochen nach Beginn der Aufklärungsflüge der Bundeswehr-Tornados in Afghanistan ist eine Maschine bei der Rückkehr von einem Einsatz verunglückt. Bei der Landung im nordafghanischen Mazar-i-Scharif sei am Samstagmorgen das Bugfahrwerk beschädigt worden, teilte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam mit. Beide Piloten hätten die Bruchlandung unverletzt überstanden.

Durch den Fahrwerk-Schaden sei das Flugzeug mit dem Vorderteil auf der Landebahn aufgeschlagen. Das an der Unterseite des Tornados montierte Aufklärungssystem "Recce" - ein torpedoförmiger Behälter mit Sendern und Kameras - habe den Aufprall zwar abgefangen, sei dabei aber selbst beschädigt worden.

Laut dem Sprecher des Einsatzgeschwaders in Masar-i-Sharif legte die Feuerwehr sofort an der Maschine vorsorglich einen Schaumteppich. Insgesamt sei der Vorfall, der jetzt genau untersucht werde, "glimpflich verlaufen".

Die Bundeswehr ist seit Mitte April mit sechs Tornado-Aufklärungsmaschinen in Afghanistan im Einsatz. Sie unterstützt damit den Kampf gegen die radikal-islamischen Taliban im Rahmen der von der Nato geführten Friedenstruppe Isaf. Bewaffnet sind die Flugzeuge nur zum Selbstschutz.

cai/reuters/afp

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