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Katastrophe beim Holzsammeln: Landmine tötet zehn Mädchen in Afghanistan

Die Kinder wurden Opfer eine Landmine: Im Osten Afghanistans sind zehn Mädchen ums Leben gekommen, sie sollen neun bis 13 Jahre alt gewesen sein. Die Gruppe war zum Holzsammeln außerhalb ihres Ortes unterwegs.

Kabul - Ein Behördenvertreter der Provinz Nangarhar im Osten Afghanistans sagte, die Mädchen hätten im Bezirk Chaperhar Feuerholz gesucht, als es zur Explosion gekommen sei. Ursache der Detonation war offenbar eine Landmine. Ein Mädchen habe zufällig mit einer Axt auf die Mine geschlagen.

Die Kinder seien zwischen 9 und 13 Jahre alt gewesen. Zwei weitere Mädchen seien schwer verletzt worden und würden im Krankenhaus behandelt. Ob es sich bei der Mine um ein aktuelles Modell handelte oder ob sie womöglich schon seit dem sowjetischen Afghanistan-Feldzug in den achtziger Jahren im Boden lag, wird nun untersucht.

Seit dem Rückzug der Sowjettruppen 1989 wurden in Afghanistan nach Uno-Angaben fast 700.000 Minen und 15 Millionen weitere Explosivkörper zerstört. Trotz der internationalen Bemühungen um eine Säuberung gilt Afghanistan weiter als eines der am stärksten von Minen verseuchten Länder weltweit.

ler/dapd/AFP

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Bevölkerung: 26,023 Mio.

Hauptstadt: Kabul

Staatsoberhaupt:
Ashraf Ghani Ahmadsai

Regierungschef: Abdullah Abdullah

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