Pressefreiheit "New York Times"-Reporter darf nach Afghanistan zurückkehren

Afghanistans neuer Präsident Ashraf Ghani stärkt die Pressefreiheit: Er erlaubt dem "New York Times"-Reporter Matthew Rosenberg die Rückkehr nach Kabul. Ex-Staatschef Hamid Karzai hatte den Journalisten aus dem Land geworfen.

US-Journalist Rosenberg: Ghani lässt ihn nach Afghanistan zurückkehren
REUTERS

US-Journalist Rosenberg: Ghani lässt ihn nach Afghanistan zurückkehren


Kabul/New York - Im August hatte Afghanistans Regierung Matthew Rosenberg des Landes verwiesen, nun darf der Reporter der "New York Times" nach Kabul zurückkehren.

Eine entsprechende Entscheidung des afghanischen Generalstaatsanwalts hat der gerade erst vereidigte Präsident Ashraf Ghani am Wochenende bestätigt. Ghani hatte zuvor bereits versprochen, die Entscheidung seines Amtsvorgängers Hamid Karzai rückgängig zu machen. Der Beschluss wurde anlässlich des islamischen Opferfestes verkündet. An diesem hohen Feiertag sprechen Regierungen in der islamischen Welt generell Begnadigungen aus.

Mitte August hatte ein Artikel von Rosenberg den Zorn der afghanischen Regierung auf sich gezogen. Darin hatte der Journalist berichtet, dass Regierungsvertreter in Kabul mit dem Gedanken spielten, die Macht an sich zu reißen, sollte der Machtkampf zwischen den Präsidentschaftsbewerbern Abdullah Abdullah und Ashraf Ghani nicht beigelegt werden. Der Generalstaatsanwalt warf ihm deshalb vor, die Sicherheit des Landes gefährdet zu haben. Daraufhin wurde der Reporter zunächst mit einer Reisesperre belegt, anschließend musste er Afghanistan innerhalb von 24 Stunden verlassen.

Die Vereinten Nationen und die US-Regierung hatten den Beschluss der Karzai-Regierung scharf verurteilt. Wann Rosenberg nach Afghanistan zurückkehren wird, ist derzeit noch unklar.

syd/Reuters/AP



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insgesamt 5 Beiträge
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Zeckenzange 05.10.2014
1. Ghani,
ein weiterer Pudel Amerikas. Nicht Rohani, wie ich fälschlicherweise verschrieb.
Grafsteiner 05.10.2014
2. Das hat doch mit Pressefreiheit nichts zu tun
Sondern damit, dass der Journalist die Pressefreiheit dafür missbraucht hat, Lügen in die Welt zu setzen. Typisch für die New York Times, deren Mitarbeiter schon mehrfach überführt wurden, ihre Geschichten selbst zu erfinden. Ich gehe davon aus, dass man keinen übel beschuldigt, wenn man bei einigen von denen als CIA-Mitarbeiter ansieht.
abrweber 05.10.2014
3. Das klingt schon
merkwürdig, wenn SPON berichtet, der afghanische Präsident stärkt die Pressefreiheit indem man dem NYT Reporter die Rückkehr nach Kabul gestattet. Leider ist das doch alles immer wieder eine Frage des Geldes. Genauso wie die Unterzeichnung des Vertrages mit den USA.Das hat mit Pressefreiheit und Demokratie nun wahrlich nichts zu tun.
dergenervte 05.10.2014
4.
Zitat von GrafsteinerSondern damit, dass der Journalist die Pressefreiheit dafür missbraucht hat, Lügen in die Welt zu setzen. Typisch für die New York Times, deren Mitarbeiter schon mehrfach überführt wurden, ihre Geschichten selbst zu erfinden. Ich gehe davon aus, dass man keinen übel beschuldigt, wenn man bei einigen von denen als CIA-Mitarbeiter ansieht.
Nur weil sie Ihre Weltsicht nicht teilen lügen sie noch nicht. Für welchen Dienst arbeiten sie eigentlich, ist es der GRU oder der SWR? Vielleicht sind sie auch nur ein linker Spinner. Jedenfalls haben sie von Afghanistan keine Ahnung.
bertholdalfredrosswag 06.10.2014
5. Früher geschasst nun akzeptiert
Karsai hatte den Vertrag zum Verbleib einiger Tausend Amerikaner in Afghanistan abgelehnt. Er sagte damals, das würde er seinem Nachfolger überlassen und dieser hat den Vertrag nun unterzeichnet. Wnn dieser neue Präsident mit den Amerikanern für sein Land was positives erreicht kann ich ihm nur Gratulieren. Karsai war der von der USA faforisierte erste Präsident in Afghanistan und schied in Verärgerung über die USA aus dem Amt. Vielleicht lernt auch die US Administration von gemachten Fehlern. Ich könnte das nur begrüßen . Dass der Journalist nun wieder in Afgh.akzeptiert wird der unter Karsai nicht akzeptiert war lässt darauf schließen dass sich ewas in Richtung Entspannung bewegt. Doch dazu jetzt schon eine überzeugte Meinung zu haben ist ganz unmöglich
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