Kairo - Die Saudis planen angeblich, ihre "Gotteskrieger" aus Afghanistan zurückzubeordern. Die Regierung in Riad habe bereits Verbindungen zu den "beteiligten Hauptstädten" aufgenommen, um das Leben der saudischen Staatsbürger, die in Afghanistan auf der Seite der Taliban kämpfen, zu retten, berichtet die arabische Tageszeitung "Al-Hayat".
Dies gelte auch für Männer aus Saudi-Arabien, die in der von der Nordallianz belagerten nordafghanischen Stadt Kundus eingeschlossen seien und demnächst möglicherweise zu Kriegsgefangenen würden. Sie würden in Saudi- Arabien verhört und vor Gericht gestellt, hieß es.
Das saudische Herrscherhaus habe in den vergangenen Tagen bereits Gesandte nach Pakistan geschickt, um Informationen über das Schicksal der in Afghanistan verschollenen Saudis zu erhalten, berichtete die Zeitung unter Berufung auf diplomatische Quellen.
Saudi-Arabien hatte die afghanischen Mudschahidin in den achtziger Jahren wie die USA aktiv in ihrem Kampf gegen die Rote Armee unterstützt und junge Männer ermutigt, als Kämpfer nach Afghanistan zu gehen. Einige von ihnen waren nach Kriegsende 1989 in Afghanistan geblieben und hatten sich den radikal-islamischen Taliban angeschlossen, die eine Version des Islam verbreiten, die der puritanischen Islam-Interpretation Saudi-Arabiens ähnelt.
Auch unter den Terroristen der al-Qaida-Organisation von Osama Bin Laden gibt es etliche Saudis.
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