Afghanistan Soldaten töten Taliban-Führer von Kunduz

Erfolgreicher Schlag im Kampf gegen die Taliban: In der Region Kunduz haben afghanische Soldaten und internationale Truppen einen Anführer der Radikalen und seine Leibwächter getötet. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um den Schatten-Gouverneur Mawladie Bahador.

Von Shoib Najafizada, Kabul


Die afghanische Armee und Isaf-Truppen haben bei einer gemeinsamen Mission in der Nacht zu Silvester einen hochrangigen Taliban getötet. Wie der Chef der Polizei im Distrikt Char Dara in der Region Kunduz sagte, sei der örtliche Schatten-Gouverneur der Taliban, Mawladie Bahador, zusammen mit seinen Leibwächtern bei der Operation ums Leben gekommen.

Mehrere Menschen seien festgenommen worden. Wie Polizeichef Mohayodin weiter sagte, habe Bahador sich zum Zeitpunkt des Zugriffs mit einem tschetschenischen Kommandeur namens Ibrahim getroffen. Dieser habe bei der Operation aber entkommen können, sagte Mohayodin.

Insgesamt seien fünf Taliban getötet worden. Die Koalitionstruppen hätten außerdem mehrere Männer festgenommen. Die Isaf-Führung bestätigte, dass ein Taliban-Anführer in Char Dara getötet worden sei.

"Soldaten der afghanische Armee und der Koalition haben gestern bei einer Operation einen Taliban-Anführer im Distrikt Shin Wari in der Region Kunduz ins Ziel genommen. Sie nahmen mehrere verdächtige Aufständische fest und töteten mehrere bewaffnete Rebellen."

Nach dem Bericht der Isaf soll der Taliban-Anführer improvisierte Sprengsätze vorberietet und Gelder und Waffen an die Taliban-Führung verteilt haben. Er soll Verbindungen zu mehreren wichtigen Taliban-Anführern gehabt haben, die für Anschläge auf die afghanische Armee und Koalitionstruppen verantwortlich sind.

Die Taliban kommentierten die Tötung ihres Anführers in der Region Kunduz zunächst nicht.

Der bisherige Schatten-Gouverneur der Taliban in Kunduz, Mullah Salam, war in Pakistan verhaftet worden. Zwei weitere Schatten-Gouverneure waren von der afghanischen Armee und Koalitionstruppen getötet worden.



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ratxi 01.01.2011
1. Jetzt werden die Taliban...
Zitat von sysopErfolgreicher Schlag im Kampf gegen die Taliban: In der Region Kunduz*haben afghanische Soldaten und internationale Truppen einen Anführer*der Radikalen und seine Leibwächter getötet. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um den Schatten-Gouverneur Mawladie Bahador. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,737350,00.html
...bestimmt einsichtig und und unterwerfen sich der heiligen Inquisition. Dann wird doch alles gut.
tours732 01.01.2011
2. Sterben wegen Märchen aus 1001-ner Nacht?
Ein Top-Terrorist weniger. Eigentlich eine gute Nachricht, wenn die Tatsache nicht so traurig wäre, dass Menschen wegen irgendwelcher unbewiesenen und gleichsam unbeweisbaren Hypothesen eines gewissen Mohammeds, selbst 1400 Jahre nach dessen Tod, für nichts und wieder nichts als Terroristen morden und selbst sterben. Ich würde jedenfalls nicht für jemanden töten und sterben wollen, der behauptet ein Erzengel hätte ihm die letzte Wahrheit eingeflüstert. Und noch viel weniger würde ich für jemanden sterben wollen, der Gewalt gegen Andersdenkende predigte, praktizierte und guthiess.
afghan 01.01.2011
3. wieviele gibts denn noch denen?
Zitat von sysopErfolgreicher Schlag im Kampf gegen die Taliban: In der Region Kunduz*haben afghanische Soldaten und internationale Truppen einen Anführer*der Radikalen und seine Leibwächter getötet. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um den Schatten-Gouverneur Mawladie Bahador. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,737350,00.html
In ein paar Wochen wird an seiner Stelle ein neuer und junger Anführer aus Pakistan oder Südafghanistan kommen. Der wird auch noch radikaler als sein Vorgänger sein...und das geht immer weiter so...
schwarzer Schmetterling, 01.01.2011
4. Nun - das kennen
Zitat von sysopErfolgreicher Schlag im Kampf gegen die Taliban: In der Region Kunduz*haben afghanische Soldaten und internationale Truppen einen Anführer*der Radikalen und seine Leibwächter getötet. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um den Schatten-Gouverneur Mawladie Bahador. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,737350,00.html
wir ja - und wieder ist in einer erfolgreichen und heldischen Aktion der Hydra mit 1000 Köpfen einer (1) abgeschlagen worden. Ein Hoch auf die Armee des Lakaien und die ausländischen Interventionstruppen an seiner Seite. Über Kollateralschäden wurden nichts bekannt - also wurde chirurgisch genau gerichtet und exekutiert - alles ganz demokratisch. Oder doch nicht? Ja - stimmt da ist ja nach neuer Defintion ein Krieg, der eigentlich keiner ist. Vielleicht sollten die Denker des Weltexekutors mal darüber nachdenken an die Ursache und nicht die Wirkung zu denken - die Taliban sind ein Kind des ISI - und wer bitte unterstützt dieses jährlich mit zig Millionen DOllar bzw. €? Ja - richtig - dieselben die dessen Kind anschliessend zum Trainung benötigen und natürlich, um der ganzen Welt, vorallem aber der eigenen Bevölkerung die Repressions- und Spitzelmassnehmen gegen diese selbst begründen zu können. Worin ein Sinn, aber nicht der Einzige, dieses Unsinns begründet wäre.
tripler 01.01.2011
5. perpetuum mobile
interessant wieviele Schatten-Gouverneuere es gibt. So kann man dauernd "Erfolge" feiern in Afghanistan. Seit Jahren heisst es regelmässig Top-Qaida-Mann/taliban hier und dort erfolgreich eliminiert usw. Seltsamerweise werden die Taliban trotz dieser vielen Erfolge nicht schwächer sondern stärker. Das ist besser als ein perpetuum mobile, so können wir immer erfolge feiern, und die taliban sorgen für den nachwuchs an schatten-gouverneuren, so dass auch in der zukunft garantiert ist dass unsere erfolgsserie fortbestand hat. So können wir auch in 10 Jahren noch Deutschland am Hindukusch in Gefahr bringen, und hierzulande erhöhen einfach nur die Kosten für die innere Sicherheit. Was ist schon dabei, der Steuerzahler hat ja das Geld Super! weiter so
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