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Afghanistan: Taliban lehnen Verhandlungen mit Karzai ab

Afghanistans Präsident Hamid Karzai will mit Taliban-Führern persönlich verhandeln. Doch davon halten die Radikalislamisten nichts. Solange ausländische Truppen im Land seien, werde man nicht mit der Regierung sprechen.

Taliban-Kämpfer: Keine Lust auf Gespräche mit Karzai
REUTERS

Taliban-Kämpfer: Keine Lust auf Gespräche mit Karzai

Kabul/Kandahar - Niemals, so schlagen die Taliban ein Gesprächsangebot des afghanischen Präsidenten Karzai aus. Diese Regierung habe keine Autorität, sagte Taliban-Sprecher Kari Jussuf Ahmadi: "Solange ausländische Truppen in Afghanistan sind, sind wir zu Gesprächen nicht bereit."

Bis zum Abzug ausländischer Streitkräfte sei es undenkbar, dass Taliban-Chef Mullah Omar Verhandlungen zustimmen werde. Die Taliban seien an einer Mitarbeit in der Regierung nicht interessiert. Karzai habe nichts Neues zu bieten.

Karzai hatte den Aufständischen am Samstag zu Verhandlungen aufgefordert. Er würde sich auch persönlich mit Taliban-Chef Mullah Omar und dem Rebellenführer Gulbuddin Hekmatjar treffen. Eine Reaktion Hekmatjars ist bislang nicht bekannt.

Präsident Karzai hatte betont, ein Abzug ausländischer Truppen sei ausgeschlossen, bevor nicht die afghanischen Sicherheitskräfte ausgebildet seien und die Infrastruktur des Landes wiederaufgebaut sei. Nach Angaben von Karzais Büro erwägen dennoch mehrere Taliban-Kämpfer ernsthaft, ihre Waffen niederzulegen. "Sie wollen in Frieden leben", sagte Sprecher Humajun Hamidsada.

lis/ap/afp/dpa

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