Hinterhalt Taliban töten viele afghanische Sicherheitskräfte

Die Taliban haben einen Konvoi der afghanischen Armee in einen Hinterhalt gelockt und mindestens 14 Soldaten getötet. Die Gefechte am Tatort im Norden des Landes dauern seit Sonntag an.

Tatort in Kabul: Taliban greifen Konvois an
AFP

Tatort in Kabul: Taliban greifen Konvois an


Kabul - Taliban-Kämpfer haben im Norden Afghanistans einen Konvoi der Regierungsarmee angegriffen und dabei mindestens 14 Soldaten getötet. Andere Quellen sprachen von 22 Toten.

Der Angriff ereignete sich am Sonntag in der Provinz Sari Pul. Nach Angaben des Polizeisprechers Kazim Kenhan überfielen die Taliban den Konvoi aus einem Hinterhalt. Die Gefechte am Tatort dauerten auch noch am Montag an. "Zwölf Polizei- und Armeefahrzeuge sind völlig zerstört worden", sagte der Sprecher. 13 Soldaten und Polizisten seien bei dem Attentat verwundet worden, sechs Sicherheitskräfte wurden verletzt.

Auch in Kabul schlugen die Taliban zu. Bei einem Angriff auf einen Nato-Konvoi in der afghanischen Hauptstadt wurde ein Zivilist getötet. Drei ausländische Soldaten wurden verletzt. Es war der zweite Autobomben-Anschlag auf die internationale Schutztruppe binnen eines Monats.

Selbstmordattentat vor einem Krankenhaus

Wenige Stunden später explodierte eine Bombe auf einem Markt am nördlichen Stadtrand von Kabul. Dabei wurden nach Angaben der Behörden 22 Zivilisten verletzt, darunter vier Kinder. In der östlichen Provinz Nangarhar sprengte sich zudem ein Selbstmordattentäter vor einem Krankenhaus in die Luft und riss dabei eine Frau mit in den Tod. Sieben Menschen wurden bei dem Anschlag verletzt.

Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich in den vergangenen Monaten deutlich verschlechtert. Vor dem zum Jahresende geplanten Abzug der letzten internationalen Kampfeinheiten haben die Taliban und ihre Verbündeten die Zahl ihrer Anschläge deutlich erhöht. Nach dem Ende ihres Kampfeinsatzes soll eine kleinere Truppe von 12.500 Soldaten zur Ausbildung und Unterstützung der einheimischen Streitkräfte bleiben.

syd/Reuters/AP



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