Afghanistan Tote und Verletzte bei Anschlägen in Kabul

Bei mehreren Anschlägen in Afghanistan sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Auch die internationale Schutztruppe in Kabul wurde angegriffen, tote Isaf-Soldaten gibt es aber offenbar nicht.

Isaf-Soldaten vor zerstörtem Auto: Ein Toter Zivilist
AFP

Isaf-Soldaten vor zerstörtem Auto: Ein Toter Zivilist


Kabul - Ein Selbstmordattentäter hat in der Hauptstadt Kabul einen Angriff auf einen Konvoi der internationalen Afghanistan-Truppe Isaf verübt. Laut Vize-Innenminister Ajub Salangi wurde dabei ein afghanischer Zivilist auf einer Straße im Stadtteil Pol-e-Tscharki getötet, drei weitere Menschen wurden verletzt. Ein Isaf-Sprecher sagte, es gebe keine Todesopfer unter den ausländischen Soldaten.

Die Taliban bekannten sich zu dem zweiten Autobomben-Anschlag auf die internationale Schutztruppe binnen eines Monats, ihren Angaben zufolge seien mehrere Soldaten getötet worden. Zuletzt hatten die Taliban am 16. September einen Anschlag auf die Isaf verübt. Dabei waren drei Nato-Soldaten getötet und 15 weitere verletzt worden. Derzeit sind noch rund 40.000 Nato-Soldaten in Afghanistan.

Wenige Stunden später explodierte eine Bombe auf einem Markt am nördlichen Stadtrand von Kabul. Dabei wurden nach Angaben der Behörden 22 Zivilisten verletzt, darunter vier Kinder. In der östlichen Provinz Nangarhar sprengte sich zudem ein Selbstmordattentäter vor einem Krankenhaus in die Luft und riss dabei eine Frau mit in den Tod. Sieben Menschen wurden bei dem Anschlag verletzt.

Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich in den vergangenen Monaten deutlich verschlechtert. Vor dem zum Jahresende geplanten Abzug der letzten internationalen Kampfeinheiten haben die Taliban und ihre Verbündeten die Zahl ihrer Anschläge deutlich erhöht. Nach dem Ende ihres Kampfeinsatzes soll eine kleinere Truppe von 12.500 Soldaten zur Ausbildung und Unterstützung der einheimischen Streitkräfte bleiben.

bka/AFP/Reuters

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