Kampf gegen Terrormiliz US-Militär meldet Tod von IS-Medienchef

Die USA haben nach einigen Angaben den Medienchef der Terrormiliz "Islamischer Staat" getötet. Dschawad Khan soll Anfang Juni bei einem Luftschlag in Afghanistan ums Leben gekommen sein.

US-Soldaten in Afghanistan
AP/ Operation Resolute Support

US-Soldaten in Afghanistan


Offenbar ist den US-Streitkräften in Afghanistan im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) ein wichtiger Etappenerfolg gelungen. Nach eigenen Angaben haben sie den IS-Medienchef getötet. Der Tod Dschawad Khans werde dem Netzwerk schaden und die Rekrutierung von neuen Kämpfern erschweren, sagte der Chef der US-Streitkräfte in Afghanistan am späten Freitagabend.

Zudem seien durch seine Tötung die Kommunikationsverbindungen zum IS in Syrien unterbrochen worden. Dschawad Khan wurde den Angaben zufolge bereits am 3. Juni bei einem Luftangriff in der Provinz Nangarhar getötet.

Der IS ist seit Anfang 2015 in Nangarhar aktiv. Afghanische und US-Truppen bekämpfen dort die Extremisten. Im April bombardierten die US-Streitkräfte ein Tunnelversteck des IS mit der größten nicht-atomaren Bombe in ihrem Arsenal. Dabei wurden nach Angaben des afghanischen Verteidigungsministeriums 90 Extremisten getötet.

Diese Bombe vom Typ GBU-43/B wurde aus einer MC-130-Transportmaschine abgeworfen. Sie ist auch bekannt als "Mutter aller Bomben". Sie gilt mit mehr als 8000 Kilogramm Sprengstoff und elf Tonnen TNT-Äquivalent als größter konventioneller Sprengkörper der US-Streitkräfte.

dop/dpa



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