Deutsche Entwicklungspolitik in Afrika Der Wassermann

Flucht stoppen, Boom-Regionen pushen - für diese Ideen verteilt Deutschland in Afrika Geld. Der Kölner Peter Jander dagegen bohrt Brunnen, verteilt Rindviecher. Droht dieser klassischen Entwicklungshilfe das Aus?

SPIEGEL ONLINE/ Maria Feck

Aus Arua, Uganda, berichten und (Fotos)


Peter Jander raucht bei 34 Grad und stechender Sonne vor dem Erstaufnahmelager Imvepi, einem neuen Flüchtlingslager in Uganda. Immer wieder rollen Busse über die ausgedörrte Erde vor das Camp.

Hunderte erschöpfte Flüchtlinge, die dem Krieg im Südsudan entkommen sind, steigen aus. Die meisten sind Frauen und Kinder. Oft haben sie nicht mehr dabei, als sie am Leib tragen. Manche konnten ein Handy oder ein wenig Geld vor den Milizen verstecken. Einige haben noch etwas Kochgeschirr. Von der Erstaufnahme aus werden sie weiterverteilt, seit Monaten geht das so.

Jander ist Projektleiter der Welthungerhilfe (WHH) für Nordwestuganda. Ein baumlanger Kerl, raspelkurze Haarstoppel auf dem Kopf. Zurzeit arbeitet er inmitten der größten Krise Ostafrikas. Fast eine Million Menschen sind aus dem Südsudan nach Uganda geflohen. Dutzende internationale Organisationen mit Tausenden Mitarbeitern helfen inzwischen. Doch Jander war schon hier, als Uganda im vergangenen Sommer von dem neuen Flüchtlingsansturm überrascht wurde.

Jander im Flüchtlingsdorf Bidibidi: 50.000 Liter Wasser an einem Tag beschafft
SPIEGEL ONLINE/ Maria Feck

Jander im Flüchtlingsdorf Bidibidi: 50.000 Liter Wasser an einem Tag beschafft

Kurz zuvor waren im Süden des Bürgerkriegslandes Südsudan neue Kämpfe ausgebrochen, ethnisch motivierte Gewalt trieb Hunderttausende in die Flucht. Zu Fuß erreichten sie zu Tausenden jeden Tag diese heiße, meist staubtrockene Gegend.

Janders Aufgabe ist eigentlich, nachhaltigen Ackerbau zu fördern und die Erträge zu steigern. Doch als im ersten großen Lager die Wasserversorgung zusammenbrach und die Menschen zu verdursten drohten, zögerte der gelernte Agraringenieur nicht.

Der 53-jährige Kölner ließ 50.000 Liter Wasser in mehreren Lkw-Ladungen ins Camp Bidi Bidi karren. Gezapft wurde es im 35 Kilometer entfernten Yumbe. Am Morgen bettelten die Menschen, ausgetrocknet von der Flucht, noch um Wasser. Am Abend hatte jeder 20 Liter pro Kopf zum Trinken, Kochen, Waschen.

Janders Erfahrung und seine exzellenten lokalen Kontakte retteten Leben. Mittlerweile haben seine Mitarbeiter in der Region 59 Brunnen bohren lassen, mehrere mit großen, solarbetriebenen Pumpen versehen. So erhalten rund 30.000 Menschen täglich sauberes Trinkwasser.

Die weiße Kornähre, die vor grünem Grund aus einem Erdball wächst - das Logo der Welthungerhilfe ist eines der sichtbarsten Symbole deutscher Entwicklungspolitik. Die Bundesregierung gab 2016 fast 110 Millionen Euro deutsches Steuergeld an die Organisation, für die Jander in Uganda arbeitet. Die WHH betont zwar gern ihre Unabhängigkeit, bekommt aber viel Geld vom deutschen Staat, mit dem sie Projekte in 39 Ländern weltweit finanziert.

Mit zwei Dritteln ihrer Projektmittel leistet sie klassische Entwicklungsarbeit: Brunnen bohren, den Feldbau von Kleinbauern effizienter machen, Schulen bauen, Ausbildungsplätze finanzieren. Doch jetzt macht sich Janders Arbeitgeber ernste Sorgen: Die Finanzierung der Arbeit, wie sie Jander und Kollegen mit deutschen Steuermitteln leisten, sieht er in Gefahr. Die Bundesregierung setzt zur Zeit nämlich andere Prioritäten.

Entwicklungsminister Müller (CSU): "Reformchampions" gesucht
DPA

Entwicklungsminister Müller (CSU): "Reformchampions" gesucht

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) redet schon lange von seinem afrikanischen Marshallplan. Klassische Entwicklungshilfe habe viel erreicht, aber deren Zeit ist für den zuständigen Minister jetzt vorbei. "Stattdessen sollen diese Mittel zukünftig stärker Antreiber und Förderer privater Investitionen sein", heißt es in These 9 des Marshallplans. Die afrikanischen Staaten müssten künftig "deutlich mehr Eigenmittel mobilisieren". Darüber hinaus stehe Deutschland zu seiner Mitverantwortung "gegenüber den am wenigsten entwickelten Ländern".

Schon in den Jahren 2012 bis 2015 ist der Anteil des Geldes, welches das BMZ direkt an die am wenigsten entwickelten Länder gab, kontinuierlich gesunken. Bei der Afrika-Partnerschaftskonferenz vor dem Hamburger G20-Gipfel wurde erstmals konkret, welche Länder profitieren sollen: stabile, wirtschaftlich vergleichsweise starke Länder, "Reformchampions" nennt Müller sie, kriegen zusätzlich 300 Millionen Euro, um sich hübsch zu machen für ausländische Investoren. Die Firmen sollen dann für Handel und Arbeitsplätze sorgen, getreu dem neoliberalen Motto: Was gut für die Wirtschaft ist, ist gut für die Menschen.

Müllers Marshallplan diente als Blaupause für die "Compacts With Africa"-Initiative, die der G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg final absegnete. Es geht um Wirtschaftsförderung für vergleichsweise stabile Staaten wie Äthiopien, die Elfenbeinküste, Ghana, Marokko, Ruanda, den Senegal und Tunesien.

Arme Länder, die wie Janders Einsatzgebiet Uganda schlecht regiert werden, sind nicht gemeint. Die Welthungerhilfe fürchtet deshalb um ihr Hauptziel, die Abschaffung des Hungers bis 2030, das sich auch die Vereinten Nationen gesetzt haben. "Wer Hunger erfolgreich bekämpfen will, darf nicht nur Investitionspartnerschaften im Blick haben", sagt Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Organisation.

Auch der deutsche Zweig der global operierenden Hilfsorganisation World Vision warnt, die Ärmsten hätten nichts von den Plänen. Zwar begrüße man es, unternehmerische Aktivitäten in Afrika zu fördern. Der Fokus liege aber "in erster Linie auf schon entwickelte Länder". Die Ärmsten blieben "außen vor". Die Hilfsorganisation Oxfam zeigte sich ebenfalls ernüchtert. Die Initiative "Compact with Africa" baute "auf dem irrigen Glauben auf, dass Privatinvestitionen schon irgendwie die Lebenssituation von Menschen in Armut verbessern werden".

Es bestehe das Risiko, "dass die Wünsche von Konzernen und Investoren im Vordergrund stehen". Einzelvereinbarungen mit wenigen Staaten zu schließen, treibe "afrikanische Regierungen zudem "in einen ruinösen Wettbewerb um die Gunst ausländischer Investoren".

Der Grundsatz, auf gut regierte Länder zu setzen, ist nachvollziehbar. Je verlässlicher die Partner, umso weniger Geld versickert in dunklen Kanälen. Korruption ist gerade in den ärmsten Ländern Afrikas mit Not leidender Bevölkerung ein großes Problem.

Entwicklungshelfer Jander arbeitet seit mehr als 15 Jahren in Afrika, er war in Malawi, in Simbabwe und zuletzt in Uganda. "Reformchampions" sind das nicht. Und Jander hat selbst Dutzende Bestechungs- und Einschüchterungsversuche erlebt.

Als er bei einem Projekt einmal eine Firma für Brunneninstandsetzung suchte, ordentlich ausgeschrieben, stand plötzlich ein lokaler Politiker in seinem Büro. An dessen Seite: ein Polizist mit Maschinengewehr. "'Peter', sagte der, 'ich habe eine Firma und ich brauche Geld. Ich habe finanzielle Verpflichtungen.'" Da braucht man starke Nerven. Jander ließ sich nicht einschüchtern und behauptete, er könne das nicht entscheiden. Er nahm ein Blatt Papier und schrieb die Nummer seines Vorgesetzten auf. Er hatte Glück, die Männer zogen mit dem Zettel ab.

Es sind solche Beispiele, die auch Veteranen wie Jander manchmal zweifeln lassen. So verständlich Vorbehalte gegen Regierungen wie die von Yoweri Museveni sind, der Uganda seit mehr als 30 Jahren regiert - sie verhindern, dass nachhaltige Hilfe gegen Hunger zu den Ärmsten kommt.

Hilfe, wie sie Jander im von der ugandischen Regierung vernachlässigten Nordwesten des Landes leistet. Sein Lieblingsprojekt: 200 Bullen, die Janders Mitarbeiter an Gruppen von Landwirten verteilt haben.

Auf einer Fahrt im Geländewagen von der Erstaufnahme in Imvepi zu einem weiteren großen Flüchtlingslager zeigt sich die Rückständigkeit der Landwirtschaft: Kleinbauern beackern das Land mit der Handhacke, wie vor tausend Jahren. Ein ganzer Tag schwerste körperliche Arbeit, um ein kleines Stückchen Erde für die Aussaat aufzubrechen.

Einfach und nachhaltig: "Tierische Anspannung"
Welthungerhilfe

Einfach und nachhaltig: "Tierische Anspannung"

"Mit dem Ochsenpflug schaffst du das Zwanzigfache an einem Tag", schwärmt Jander. Die neuen Besitzer der Rinder werden in Tierhaltung und Tiergesundheit geschult und die Bullen geimpft. Ein Traktor braucht Sprit - und hin und wieder einen Mechaniker. In dieser Gegend ist beides rar. Der Bulle frisst Gras und will nicht mehr.

Solche nachhaltigen Maßnahmen gegen Hunger hat Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht im Sinn, wenn sie derzeit an Afrika denkt. Klassische Entwicklungshilfe habe den Kontinent "nicht nach vorne" gebracht, sagte Merkel beim Hamburger G20-Gipfel. Im Mittelpunkt der deutschen Gunst stehen vielmehr Länder, durch die Afrikaner müssen, wenn sie nach Europa wollen. Für die EU-Migrationspartnerschaften zählt nicht allein Bedürftigkeit oder ob besagte Länder gut regiert werden. Die Lage an den Fluchtrouten nach Norden gibt den Ausschlag.

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Geld gibt es von der EU und aus Deutschland, wenn etwa Niger und Mali die Flüchtlinge aufhalten und zurückschicken. Dafür werden Polizisten geschult, damit letztlich weniger schwarze Menschen Europa erreichen. Wie schon bei den Investitionspartnerschaften haben die Ugander auch hier wieder Pech: Keine der Fluchtrouten führt durch das Land am Viktoriasee. Hier, und in vielen armen afrikanischen Staaten südlich des Äquators, kommt auch über Migrationspartnerschaften keine Hilfe an.

Dabei enthalten die Deals mit Mali, Niger und weiteren Ländern an den Fluchtrouten neben der Aufbauhilfe für Polizei und Grenzschutz auch eine für die nachhaltige Entwicklung wichtige Komponente: berufliche Bildung, die dafür sorgen soll, dass potenzielle Glücksritter doch in der afrikanischen Heimat eine Chance bekommen.

Seit Langem gehört Berufsausbildung auch zum Instrumentarium der Welthungerhilfe, auch in Uganda: Peter Jander ließ in der Nähe eines Flüchtlingslagers im Nordwesten für 70.000 Euro eine Schule bauen, in der 90 Jugendliche, zur Hälfte südsudanesische Flüchtlinge, zur anderen Ugander, ein Handwerk lernen.

Nähmaschinen, Hobel, Sägen, Schleifpapier, Bohrer - alles ist da und sicher hinter Metalltüren verschlossen. Ursprünglich sei der Plan gewesen, "das alles direkt hier, praktisch unter dem Baum, zu machen. Da habe ich gesagt: Mach ich nicht". Jander und das WHH-Büro in Kampala entschieden, ein Ausbildungszentrum zu bauen, komplett mit Speisesaal, Klassen- und Werkräumen, Lager und Großküche. Eine richtige Schule im Busch, fußläufig für die Lehrlinge zu erreichen. Innerhalb der deutschen Entwicklungsbürokratie eines fertig budgetierten Projekts ist so ein spontaner Einfall eigentlich nicht vorgesehen.

Jetzt läuft der Unterricht, der zweite Jahrgang hat gerade abgeschlossen, geprüft unter staatlicher ugandischer Aufsicht. Die Gesellenstücke der jungen Handwerker stapeln sich in einer Halle. Geschweißte abschließbare Metallkoffer für Schulsachen und Kleider stehen aufgetürmt neben rot lackierten Bettgestellen, manche ein bisschen schief, aber unverwüstlich.

Peter Jander, Projektleiter der Welthungerhilfe, auf dem Schulgelände in Nordwest-Uganda
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Peter Jander, Projektleiter der Welthungerhilfe, auf dem Schulgelände in Nordwest-Uganda

"Alle fragen immer, was mit der Schule wird, wenn wir nicht mehr hier sind", sagt Jander. Die Projektmittel für die Region reichen bis Ende nächsten Jahres. Weiteres Fördergeld für Bildung, wie es im Rahmen der Migrationspartnerschaften vorgesehen ist, könnte also auch Peter Jander gut gebrauchen. Doch dafür liegt seine Schule eben im falschen Land. Erklärtes Ziel ist es, einen privaten Träger zu finden, der die Ausbildung fortsetzt, sollte die deutsche Förderung auslaufen. Die Aussichten dafür seien gut, sagt Jander.

"Am Ende haben hier mehr als 250 junge Leute ein Handwerk gelernt, für 3600 Euro pro Lehrling." Und Integration gelinge obendrein, wenn sich vier Jahrgänge von Südsudanesen und Ugandern nach je zwei Jahren in der gleichen Schulbank angefreundet haben. Jander blickt über den Schulhof, blinzelt in die Abendsonne und sagt: "Dann war es das doch allemal wert."

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neu1197 26.07.2017
1. Hatten wir schon einmal
Vor 40 Jahren haben ein kleines, heute nicht mehr existierendes Land u.a. den Versuch unternommen, genau das zu tun. Wasserstellen wurden entwickelt, das Bildung-u. Gesundheitswesen aufgebaut und Fachkräfte ausgebildet, damit diese ihr Land besser aufbauen können. Das wurde durch Teile der "Weltgemeinschaft" zerstört. heute werden Schlachtabfälle aus Hühnern dort verkauft, wo kleine Bauern mühselig ein bisschen Wirtschaft aufgebaut haben. In Ländern, wie Lybien, Irak, Syrien, die in den 70-90-er Jahren diese Entwicklungshilfe nutzen konnten herrschen heute Kireg, Terror und alles zum Zwecke der "Weltherrschaft" einzelner Staaten. Flüchtlinge kann man am Mittelmeer mit Waffengewalt hindern, zu uns nach EU zu kommen. das Problem bleibt. Geht das irgend wann in die Köpfe unserer Politiker rein. Oder muß das Sytem erst verändert werden?
horstenporst 26.07.2017
2.
Deutsche Entwicklungshilfe ist oft nichts anderes als Wirtschaftsförderung für deutsche Großkonzerne. Wer sich für dieses Thema interessiert, dem sei folgende arte Doku ans Herz gelegt: http://www.arte.tv/de/videos/059525-000-A/konzerne-als-retter
wecan 26.07.2017
3.
Sorry, aber das Gerede von der Bekämpfung der Fluchtursachen ist Populismus in Reinform. Soll nicht heissen, dass man andere Länder nicht bei der Entwicklung unterstützen sollte. Aber eine realistische Lösung für den stetig wachsenden Bevölkerungsdruck auf Europa darf man hierdurch nicht erwarten. Um z.B. nur alleine das heutige Nigeria (186 Mio Einwohner, BIP 0,405 Billionen Dollar) wirtschaftlich auf das Niveau von Mexiko (123 Mio Einwohner, BIP 1,046 Billionen Dollar) zu heben, wäre ein gigantischer Kraftakt notwendig, der sicherlich Jahrzehnte benötigen würde. Nun betrachten wir das nigerianische Bevölkerungswachstum von 2,44% pro Jahr. D.h. in weniger als 30 Jahren wird sich die Bevölkerung mehr als verdoppeln. Die Wirtschaftsleistung müsste sich somit in diesen dreissig Jahren sogar vervierfachen, um beim Lebensstandard zum heutigen Mexiko aufschließen zu können. Vervierfachen! Und selbst wenn Europa durch seine Unterstützung diesen Kraftakt leisten könnte (was vollkommen unrealistisch ist), dann wäre bzgl. des Migrationsdrucks nicht viel gewonnen. Denn auch aus Mexiko (wo es den Menschen heute sehr viel besser geht als in Nigeria) versuchen die Menschen zu hunderttausenden illegal in die USA zu gelangen, wo der Lebensstandard nochmal eine Klasse besser ist. Dem Migrationsdruck kann ausschließlich durch eine strikte Abschottung entgegen gewirkt werden, so wie es z.B. Australien praktiziert. Alles andere ist reines Wunschdenken zur eigenen Beruhigung.
moerre 26.07.2017
4. Nach Jahrzehnten Hilfe
Nach Jahrzehnten Hilfe sind die diese Hilfsaktionen führenden Leute immer noch nicht nur keine lokal aufgewachsenen Menschen, sondern sogar welche von einem ganz anderen *Kontinent*! Schon daran sieht man, wie komplett sinnlos das ganze aufgezogen ist. In der Wirtschaft ist schon lange bekannt, wie man erfolgreich Unternehmen im Ausland haben kann - ich empfehle, um nur eine in der Praxis entstandene Arbeit zu nenne, u.a. die Lektüre von "Transfer von Unternehmenskultur" von Dr. Markus Liemich (einfach googeln). Was NICHT funktioniert ist, dass die ausländischen Einheiten für immer von "Ausländern" geleitet werden. Erfolgreich ist in aller Regel der, der schnell lokale Leute ausbildet, und am besten von Außen nicht mehr eingreift, sondern nur noch berät. Das Gegenteil zeigt diese irre "Hilfe" für Afrika: Nach Jahrzehnten(!) hat man es immer noch nicht geschafft, die Führung und Ausführung (beides!) solcher Projekte durch herangezogene lokale Leute machen zu lassen. Entweder hier sind Kräfte am Werk, die statt echter Hilfe für die Afrikaner eher Selbsthilfe für sich zu wichtig nehmende Europäer erzeugt, oder - und das glaube ich nie und nimmer - dass es auf dem ganzen großen afrikanischen Kontinent einfach nicht einmal ein paar tausend brauchbare Leute geben soll, die man da hineinwachsen lassen kann. Jeder Europäer, der ein "Hilfs"-Projekt leitet, ohne als Hauptziel zu haben, *sich selbst überflüssig zu machen*, gehört nicht in die Hilfe. So wird immer nur ein letztendlich scheiterndes Projekt nach dem anderen gebaut.
Beccaria 26.07.2017
5. G20 Partner Elfenbeinküste ?
Ausgerechnet die Elfenbeinküste, deren Präsident sich nur unter dem Schutz einer von den UN gestellten Prätorianergarde in seine Hauptstadt wagt. Nachhaltig ist da keine Hilfe, und früher war die Elfenbeinküste das reichste Land in Westafrika.
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