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Agent-Orange-Opfer in Vietnam Frau Truongs endloser Krieg

2. Teil: Rotkreuzhelfer geben Hilfen zum Überleben


Das Vietnamesische Rote Kreuz hat ein eigenes System entwickelt, um mutmaßliche Agent-Orange-Opfer zu identifizieren. So müssen zum Beispiel ehemalige Kämpfer oder Zivilisten für einen längeren Zeitraum in den besprühten Gegenden im Einsatz gewesen sein oder dort gelebt haben. Oder es muss eine andere Form des Kontakts mit den Herbiziden stattgefunden haben: zum Beispiel durch verseuchte Behälter. Die Kriterien gelten auch für die Eltern der nachfolgenden Opfergenerationen. Deren Erkrankungen und Behinderungen müssen zu den Agent-Orange-Symptomen passen. Ein weiteres wichtiges Indiz kann die gleichartige Erkrankung von Geschwistern sein.

Das alles erklärt Huynh Thi Thanh Binh. Sie ist im Rotkreuz-Verband von Quang Nam für die Unterstützung von mutmaßlichen Agent-Orange-Opfern zuständig. "22.000 bei einer Bevölkerungszahl von rund 1,5 Millionen", sagt sie.

In jedem der betroffenen Dörfer und Gemeinden gibt es Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit riesigen Köpfen, verkrüppelten Gliedmaßen, Hautausschlägen, Kiefer-Gaumen-Spalten und geistigen Behinderungen. Ehemalige Frontkämpfer, auf die das Gift genauso niederkam wie auf Zivilisten. Bauern, die unwissend die leeren Agent-Orange-Behälter als Fässer für Trinkwasser und Lebensmittel nutzten und so ihr Erbgut unwiderruflich schädigten.

Mit seinem "Agent Orange Victims Fund" hilft das Rote Kreuz mit dem Notwendigsten. Es verteilt Rollstühle, unterstützt den Hausbau. Aber auch Behindertenwerkstätten wurden eingerichtet. Ein Zuschuss der Stiftung ermöglichte der Familie von Truong Thi Thuy den Neubau eines schlichten Hauses. Die Nachbarn halfen auf der Baustelle mit. Dazu gab es noch eine Kuh als weitere Spende vom Roten Kreuz. Hilfen zum Überleben.

Huynh Thi Thanh Binh würde ihre Arbeit gern ausweiten. "Kleine Werkstätten, bei denen die Agent-Orange-Opfer nach ihren Möglichkeiten ein Handwerk erlernen können. Davon bräuchten wir mehr. Oder Existenzgründerkredite, damit sich Menschen mit Behinderungen ihre eigene Zukunft aufbauen können", sagt die Rotkreuz-Mitarbeiterin.

"Was wird aus meinen Kindern?"

Es gibt positive Beispiele - wie das "Phuong Dong Institute" in der Nähe von Hanoi, eine Einrichtung des Roten Kreuzes für Menschen mit Behinderungen und mutmaßliche Agent-Orange-Opfer. Mit Näh-, Stick- und Computerkursen bereiten sich hier meist junge Menschen auf einen Beruf vor. Danach können sie sich selbstständig machen oder in Heimarbeit weiter für das Zentrum arbeiten. Doch gibt es zu wenige solcher Einrichtungen, viele Agent-Orange-Opfer erfahren keine Förderung.

Truong Thi Thuys Söhne haben ausgetrunken, die 50-Jährige stellt den roten Becher zur Seite. Streichelt mit der Hand die Wangen der jungen Männer. Die lächeln ihre Mutter an. "Es ist traurig. So viele Jahre nach dem Krieg haben unsere jungen Frauen weiter Angst, Kinder mit Missbildungen auf die Welt zu bringen", sagt die Bäuerin.

Zukunft und Vergangenheit, das hat Frau Truong Thi Thuy schmerzhaft gelernt, können oft nicht voneinander lassen. "Was wird aus meinen behinderten Kindern, wenn mein Mann und ich eines Tages nicht mehr sind? Oder wir zu alt sind, um uns um sie zu kümmern? Was dann?", fragt die Bäuerin, ihre Stimme zittert.

Sie dreht sich ein Stück weg. Zur Wand hin, wo das Licht von der Tür an Kraft verliert und niemand ihr Gesicht sieht. Ihre rechte Hand liegt auf der Schulter ihres Sohnes, sie wird kurz zur Faust. Der Sohn blickt weiter auf die Tür, durch die er nie gehen kann.

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insgesamt 53 Beiträge
Rübezahl 06.02.2010
Auch deshalb gab es einen 11.Sept.in New York. Amerika trägt selbst viel Schuld an dem Leid und Elend was auf der Welt geschieht, dabei hat es die Kraft und die Macht gutes zu tun, siehe Haiti.
Zitat von sysop80 Millionen Liter Entlaubungsmittel warfen die Amerikaner im Vietnam-Krieg auf das Land ab. Bis heute leiden die Menschen an den Folgen des Herbizideinsatzes. Kinder werden mit schwersten Behinderungen geboren, Hilfe gibt es kaum - und auf Entschädigung warten die Opfer vergebens. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,674630,00.html
Auch deshalb gab es einen 11.Sept.in New York. Amerika trägt selbst viel Schuld an dem Leid und Elend was auf der Welt geschieht, dabei hat es die Kraft und die Macht gutes zu tun, siehe Haiti.
kamau 06.02.2010
"bis 1975 verfeuerten die us-streitkräfte sieben millionen tonnen bomben und atelleriegranaten in nord- und südvietnam. ein land, das mit 330.000 quadratkilometern fläche etwas kleiner ist als deutschland, blieb am ende des [...]
Zitat von sysop80 Millionen Liter Entlaubungsmittel warfen die Amerikaner im Vietnam-Krieg auf das Land ab. Bis heute leiden die Menschen an den Folgen des Herbizideinsatzes. Kinder werden mit schwersten Behinderungen geboren, Hilfe gibt es kaum - und auf Entschädigung warten die Opfer vergebens. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,674630,00.html
"bis 1975 verfeuerten die us-streitkräfte sieben millionen tonnen bomben und atelleriegranaten in nord- und südvietnam. ein land, das mit 330.000 quadratkilometern fläche etwas kleiner ist als deutschland, blieb am ende des krieges mit 26 millionen bombenkratern zurück", zitat aus "krieg ohne frieden" von bernd greiner. (die freiheit des westens wird in vietnam verteidigt) ich bin dankbar dafür, dass deutschland versucht hat und weiterhin versucht sich für die deutschen verbrechen im zweiten weltkrieg schuldig zu bekennen. man würde sich wünschen andere nationen wie z.b. die amerikaner (vietnam), die franzosen (kolonialverbrechen), briten (kolonialverbrechen), niederländer (kolonialverbrechen), portugal (kolonilaverbrechen), italien (kolonialverbrechen) würden ebenfalls soviel scham und mut aufbringen. es drängt sich manchmal der verdacht auf, dass deutschland ziemlich alleine da steht. wären die verbechen in vietnam von deutschen begangen worden, so würden wir längst zahlen!!!!! es passt in das verhalten der usa, dass sie für ihre bürger freiheit der strafverfolgung durch den internationalen menschengerichtshof verlangt. wir sind so gut, wir meines es so gut, das selbst unsere bomben eine wohltuende wirkung haben, sagen die SUPER-heuchler
BillBrook 06.02.2010
Der Vergleich stimmt natürlich hinten und vorne nicht. Die Kolonialverbrechen, die hier bei anderen Staaten so schön aufgezählt werden, hat Deutschland auch begangen, zum Beispiel im ehemaligen "deutsch" Süd-West, und [...]
Zitat von kamau"bis 1975 verfeuerten die us-streitkräfte sieben millionen tonnen bomben und atelleriegranaten in nord- und südvietnam. ein land, das mit 330.000 quadratkilometern fläche etwas kleiner ist als deutschland, blieb am ende des krieges mit 26 millionen bombenkratern zurück", zitat aus "krieg ohne frieden" von bernd greiner. (die freiheit des westens wird in vietnam verteidigt) ich bin dankbar dafür, dass deutschland versucht hat und weiterhin versucht sich für die deutschen verbrechen im zweiten weltkrieg schuldig zu bekennen. man würde sich wünschen andere nationen wie z.b. die amerikaner (vietnam), die franzosen (kolonialverbrechen), briten (kolonialverbrechen), niederländer (kolonialverbrechen), portugal (kolonilaverbrechen), italien (kolonialverbrechen) würden ebenfalls soviel scham und mut aufbringen. es drängt sich manchmal der verdacht auf, dass deutschland ziemlich alleine da steht. wären die verbechen in vietnam von deutschen begangen worden, so würden wir längst zahlen!!!!! es passt in das verhalten der usa, dass sie für ihre bürger freiheit der strafverfolgung durch den internationalen menschengerichtshof verlangt. wir sind so gut, wir meines es so gut, das selbst unsere bomben eine wohltuende wirkung haben, sagen die SUPER-heuchler
Der Vergleich stimmt natürlich hinten und vorne nicht. Die Kolonialverbrechen, die hier bei anderen Staaten so schön aufgezählt werden, hat Deutschland auch begangen, zum Beispiel im ehemaligen "deutsch" Süd-West, und dafür, *genau wie andere Staaten* auch nie gezahlt.
Was anderes habe ich ehrlich gesagt nicht von den Amerikanern erwartet. Ihr Egoismus und ihre Ignoranz reicht bis in den Himmel. Sie bringen Leid über die Welt und tragen dafür nicht die Verantwortung. In ihrem verbohrten [...]
Was anderes habe ich ehrlich gesagt nicht von den Amerikanern erwartet. Ihr Egoismus und ihre Ignoranz reicht bis in den Himmel. Sie bringen Leid über die Welt und tragen dafür nicht die Verantwortung. In ihrem verbohrten Patriotismus denken sie nur an sich. Wen ich schon lese dass sie nur ihre eigenen Soldaten entschädigt haben. Denken nur an sich! Das moralische Kapital der USA ist längst verspielt. Egal ob Vietnam, mangelndes Umweltbewusstsein etc., die USA sind unglaubwürdig wenn sie die Einhaltung von Menschenrechten fordern. Sie sollten sich wahrlich ein Beispiel an Deutschland nehmen und die zivilen Opfer entschädigen. Die Amerikaner haben letztendlich selbst den Nährboden für den Terrorismus vorbereitet. Schämen sollten sie sich, da sie ihre Augen vor dem Leid, welche sie zu verantworten haben, verschließen.
cosmo72 06.02.2010
*Wo ist denn die nicht ganz unwichtige Information, dass die selbe Firma die heute per GenMais die Umwelt gefährdet MONSANTO für den Agentorange Dreck mitverantwortlich ist ?!* Wann geschah denn die Umwandlung zum Freund der [...]
*Wo ist denn die nicht ganz unwichtige Information, dass die selbe Firma die heute per GenMais die Umwelt gefährdet MONSANTO für den Agentorange Dreck mitverantwortlich ist ?!* Wann geschah denn die Umwandlung zum Freund der Menschen ? NIE! Hergestellt und geliefert wurde *Agent Orange damals unter anderen von den US-Firmen Dow Chemical und Monsanto. Wegen des enormen Bedarfs kam es bald zu Lieferschwierigkeiten. Zwischenprodukte für die Herstellung von Agent Orange wurden unter anderem auch von der deutschen Firma Boehringer Ingelheim und sogar vom tschechischen Unternehmen Spolana in Neratovice bezogen*. Laut eines Artikels des Nachrichtenmagazins Der Spiegel von 1991 lieferte Boehringer Ingelheim 1967 eine Menge von 720 Tonnen Trichlorphenolatlauge an Dow Chemical. Der Einsatz von Agent Orange erreichte seinen Höhepunkt in der intensivsten Phase des Krieges in den Jahren 1967 und 1968. (http://video.google.de/videoplay?docid=-7781121501979693623#) * und nun beantworten Sie mal die Frage warum so Menschenverachtende Konzerne heute unsere biologische Vielfalt zerstören dürfen ?! (http://video.google.de/videoplay?docid=-7781121501979693623#)* http://video.google.de/videoplay?docid=-7781121501979693623# * Leute wir sind alle in Gefahr - und zwar nicht wegen dem CO-Witz!*
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