Belästigungsvorwürfe Mehrere Parteifreunde fordern Al Frankens Rücktritt

Es wird eng für einen der prominentesten Politiker im US-Senat: Immer mehr Frauen werfen dem Demokraten Al Franken sexuelle Belästigung vor. Das könnte ihn nun das Amt kosten.

Al Franken
AP

Al Franken


Mehrere Frauen beschuldigen den demokratischen US-Senator Al Franken, sie sexuell belästigt zu haben. Jetzt reagieren seine Parteikollegen. Mehrere Senatoren haben Franken öffentlich dazu aufgefordert, sein Amt niederzulegen.

Wie der US-Nachrichtensender CNN berichtet, haben sich bisher 16 Senatoren der Demokraten öffentlich gegen Franken gestellt, zehn Frauen und sechs Männer. Auch die republikanische Senatorin Susan Collins unterstützt demnach die Rücktrittsforderung.

Franken selbst hatte sich nach Bekanntwerden der ersten Vorwürfe entschuldigt. Die jüngsten Anschuldigungen weist der Senator des US-Bundesstaates Minnesota allerdings zurück. Zu den Rücktrittsforderungen aus den eigenen Reihen hat der Demokrat sich bisher nicht geäußert. Allerdings kündigte er für den kommenden Donnerstag eine Stellungnahme an. In den US-Medien wird nun darüber spekuliert, ob Franken seinen Rücktritt verkünden werde.

Franken wurde 2008 für die Demokraten in den Senat gewählt. Zuvor hatte er sich als Radiomoderator und Mitglied der TV-Sendung "Saturday Night Live" einen Namen gemacht.

In den vergangenen Wochen sind in den USA mehrere Fälle von sexueller Belästigung durch Prominente öffentlich geworden. Die Welle von Enthüllungen war dadurch losgetreten worden, dass zahlreiche Schauspielerinnen Vorwürfe gegen den Produzenten Harvey Weinstein und andere Filmschaffende erhoben.

asc/AP/Reuters



© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.