Konflikt in Syrien und dem Irak Qaida-Ableger wollen mit IS-Miliz zusammenarbeiten

Zwei Qaida-Gruppierungen rufen zur gemeinsamen Front mit den Dschihadisten des "Islamischen Staats" auf. Die "Brüder" im Irak und in Syrien sollten nicht weiter gegeneinander, sondern miteinander gegen den Westen kämpfen.


Kairo - Im Schulterschluss gegen die westliche Allianz: Die Qaida-Ableger in Nordafrika und auf der Arabischen Halbinsel haben die Dschihadisten im Irak und in Syrien aufgerufen, sich zusammenzuschließen. Gemeinsam solle gegen die Koalition unter Führung der USA gekämpft werden.

Der "Islamische Staat" (IS) und Qaida-Gruppen wie die Nusra-Front stehen sich in Syrien feindlich gegenüber. Die IS-Miliz ging ursprünglich aus einer irakischen Qaida-Zelle hervor, hatte sich aber Anfang des Jahres abgespalten. Mittlerweile ist der IS die stärkste islamistische Kraft in der Region.

In einer gemeinsamen Mitteilung appellierten al-Qaida im Islamischen Maghreb (Aqim) und die gleiche Gruppierung von der Arabischen Halbinsel (Aqap) an die "Brüder" im Irak und in Syrien, zusammenzuhalten. Die Dschihadisten sollten aufhören, sich gegenseitig zu töten, sondern sich "vereinen gegen die amerikanische Kampagne und die böse Koalition, die uns alle bedroht".

Die Bürger der zehn arabischen Staaten, die sich vergangene Woche der US-geführten Koalition gegen die IS-Miliz angeschlossen hatten, sollten ihre Regierungen am Vorgehen gegen die Dschihadisten hindern, fordern die Qaida-Gruppen. "Macht die Einheit der Ungläubigen-Nationen gegen euch zum Grund für die Einheit gegen sie", hieß es in der Mitteilung, die über zwei Twitter-Konten von Dschihadisten verbreitet wurde. "Beendet die internen Kämpfe und steht vereint gegen Amerikas Kampagne."

vek/AFP/dpa

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Babaji 16.09.2014
1. wenn das kein Weltkrieg ist
weiß ich auch nicht - es will nur keiner wahrhaben und es so benennen. Irak (Iran?), Syrien, Ukraine, Russland, USA, Israel, Ägypten. Es brodelt gewaltig. In vielen anderen Ländern ähnlich kritische Verhältnisse - Terrorismus, Unterdrückung, Militärherrschaft und Bürgerkrieg. Soviel zur glorreichen, vor Stolz fälschlich triefenden Vernunft des Menschen im 21. Jahrhundert. Es hat sich nichts geändert, gar nichts - es wird nur anders gepredigt.
erasmus89 16.09.2014
2. So einfach kann man
das nicht sagen, dass die al-Nusra Front und die ISIS sich feindlich gegenüberstehen. Die Koalitionen in Syrien wechseln täglich. Gestern versuchten Rebellen in einer sicheren Zone in Damaskus einen Ausbruch aus der Kanalisation heraus. Bei den Toten lag sowohl eine IS-Flagge als auch eine der al-Nusra Front. Das gleiche gilt auch für die angeblichen Moderaten: Sie arbeiten alle gemeinsam, wenn es ihre Position gegen Assad verbessert. Deshalb ist es haarsträubend zu glauben, dass die US-Waffen an die FSA nicht an die ISIS weitergegeben werden.
schmusel 16.09.2014
3. Angst
Das spricht die Furcht. Am Ende erhöht das aber nur die Zahl der legitimen Ziele.
reinerhohn 16.09.2014
4. Und irgendwann...
...stossen die "gemaessigteren Gruppen" die jetzt von den Amerikanern Waffen und Ausbildung erhalten sollen ebenfalls dazu! Das sind ja schoene Aussichten!
e33h372 16.09.2014
5. kein verlogener krieg müsste man jetzt nicht
weiterbomben.sollte wieder ein turm in den USA fallen mache ich cnn und den springer sender N24 aus und gehe ein essen
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