Al-Qaida-Botschaft Bin Laden droht mit Tötung französischer Geiseln

Zum zweiten Mal in drei Monaten richtet Qaida-Chef Bin Laden eine Audiobotschaft an Frankreich: Laut TV-Sender al-Dschasira warnt er vor einem "hohen Preis", falls das Land seine Afghanistan-Truppen nicht abzieht. Davon seien auch die französischen Qaida-Geiseln in Nordafrika betroffen.

Von Yassin Musharbash


Berlin- Die Drohkampagne des Terrornetzwerks al-Qaida gegen Frankreich geht weiter: Am Freitagmittag berichtete der arabische TV-Sender al-Dschasira, dass ihm ein neues Tonband des Anführers Osama Bin Laden vorliege. Demnach fordert Bin Laden Frankreichs Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy auf, die französischen Soldaten aus Afghanistan abzuziehen oder "einen hohen Preis" zu bezahlen.

Auch zu den fünf französischen Geiseln, die sich in der Gewalt von al-Qaidas Filiale in Nordafrika (AQIM) befinden, äußert sich der Terrorchef dem Bericht zufolge. Deren Freilassung hänge ebenfalls von einem französischen Abzug aus Afghanistan ab. Wenn sich Sarkozy dieser Forderung verweigere, käme dies einem "grünen Licht" für die Ermordung der Geiseln gleich.

Im November waren im Niger insgesamt sieben Ausländer entführt worden, fünf von ihnen sind Franzosen. AQIM hat sich zu der Entführung bekannt und gefordert, dass Frankreich direkt mit Bin Laden über die Freilassung verhandeln soll, was Paris zurückwies. Außerdem halten die Taliban in Afghanistan zwei französische Bürger fest.

Es ist die zweite Botschaft Osama Bin Ladens innerhalb eines Vierteljahres, die sich direkt an Frankreich richtet. Am 27. Oktober hatte er - ebenfalls via al-Dschasira - Paris vorgeworfen, an der Besetzung "unserer Länder" beteiligt zu sein und die USA "bei der Tötung unserer Kinder und Frauen" zu unterstützen. Frankreich werde nur in Sicherheit leben können, wenn es aus Afghanistan abziehe.

Außerdem reagierte er in dieser Botschaft auf das kurz zuvor in Frankreich verhängte Burka-Verbot. Wenn Frankreich das Kopftuch für Musliminnen verbiete, so der Qaida-Führer, dann habe sein Terrornetzwerk das Recht, darauf zu antworten.

Unklar ist, wie lang die neue Aufnahme ist, aus der al-Dschasira zunächst nur sehr knapp auf seiner Web-Seite zitierte, und ob sie sich auch mit anderen Themen befasst.



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johndoe2 21.01.2011
1. Ja er lebt noch, er lebt noch, er lebt noch,
ja er lebt noch, er lebt noch stirbt nicht. Dr Osama is zum Glück noch nich gestorben drumm singer wir das Lied so laut es geht.
nopolemik 21.01.2011
2. Bin Laden
Zitat von sysopZum zweiten Mal in drei Monaten richtet*Qaida-Chef Bin Laden eine Audio-Botschaft an Frankreich: Laut TV-Sender al-Dschasira warnt er vor einem "hohen Preis", falls das Land seine Afghanistan-Truppen nicht abzieht. Davon seien auch die französischen Qaida-Geiseln in Nordafrika betroffen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,740827,00.html
Das Gespenst hat wieder eine Botschaft geschickt. Tut mir leid, lieber Spiegel: Ich glaube nicht an Bin Laden.
egils 21.01.2011
3. Bin Laden?
Man sollte diesen freakm nicht immer so aufwerten. man sollte ihn nicht einmal "Terroris" nenne, sondern einfach als das bezeichnen was er ist. Ein Feind der menschheit! Ein verbrecher...ein Mörder, ein ganz "normaler" Massenmörder und Psychopath. Diese Aufwertung solche Gewaltverbrecher als "Islamisten" zu bezeichnen soltle von allen westlichehn Medien und Politikern vermieden werden. Man sollte auch endlich haerter gegen die Vorgehen die diese Verbrecher unterstuetzen. Wenn es beweise gibt, wovon ich ueberzeugt bin, das Finanz- und Ausruestubngen und Personal cvorn Saudi-Arabien und Jemen nach Afghanistan fleissen, dann muessne diese beiden laendfer bestraft werden! Besonders Saudi-Arabien ist eine Diktatur, und da geschieht nichts ohne das es der Geheimdienst oder die Religionspartei nicht mitbekommt. Alsio sind die auch involviert. Warum Angts haben vor Sden Saudis? Weil sie das Öl haben? Die brauchen uns mehr als wir sie...Die Saudis haben keine andere nennenswerte Wirtschaft ausser dem Öl. Wenn dies boykottiert wird, ist es aud -s mit den Saudis! Leider machen da die Chinesen und auch Amis nicht mit, da ihnen das Geld letztendlich immer wichtiger ist als ein moralisches Ziel.
Holzhausbau 21.01.2011
4. nicht schon wieder
Zitat von egilsMan sollte diesen freakm nicht immer so aufwerten. man sollte ihn nicht einmal "Terroris" nenne, sondern einfach als das bezeichnen was er ist. Ein Feind der menschheit! Ein verbrecher...ein Mörder, ein ganz "normaler" Massenmörder und Psychopath. Diese Aufwertung solche Gewaltverbrecher als "Islamisten" zu bezeichnen soltle von allen westlichehn Medien und Politikern vermieden werden. Man sollte auch endlich haerter gegen die Vorgehen die diese Verbrecher unterstuetzen. Wenn es beweise gibt, wovon ich ueberzeugt bin, das Finanz- und Ausruestubngen und Personal cvorn Saudi-Arabien und Jemen nach Afghanistan fleissen, dann muessne diese beiden laendfer bestraft werden! Besonders Saudi-Arabien ist eine Diktatur, und da geschieht nichts ohne das es der Geheimdienst oder die Religionspartei nicht mitbekommt. Alsio sind die auch involviert. Warum Angts haben vor Sden Saudis? Weil sie das Öl haben? Die brauchen uns mehr als wir sie...Die Saudis haben keine andere nennenswerte Wirtschaft ausser dem Öl. Wenn dies boykottiert wird, ist es aud -s mit den Saudis! Leider machen da die Chinesen und auch Amis nicht mit, da ihnen das Geld letztendlich immer wichtiger ist als ein moralisches Ziel.
Bin Laden ist ein Phantom, also kein Grund zur Sorge!
K.H.I.A. 21.01.2011
5. Humbuuuug
Frankreich hätte doch so tun können, also ob es mit bin Laden verhandeln möchte. Dann hätte man ihn direkt festnehmen oder seine Spur aufnehmen können. Wenn er nicht eh künstlich am Leben gehalten wird. Dann wär allerdings das beliebteste Angstwerkzeug der westlichen Regierungen futsch. Sorry, aber der Artikel ist einfach nur lächerlich, wer soll das denn glauben? Es kann doch nicht sein, dass in der heutigen Zeit der Schwerverbrecher Nr. 1 niemandem je vor die Kamera läuft.
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