Paris - Französische Sicherheitsexperten sorgen sich vor einem möglicherweise geplanten Anschlag. Denn in Terrorcamps im Grenzgebiet von Afghanistan und Pakistan würden zunehmend Europäer rekrutiert, warnt der Geheimdienst DRCI nach Angaben der Zeitung "Le Figaro". Mittlerweile würden in den Lagern rund 100 Europäer ausgebildet.
Die Behörden in Paris hatten bereits im vergangenen Jahr vor einer erhöhten Bedrohung gewarnt. In Frankreich gilt seit Monaten die zweithöchste Stufe des Alarmplans "Vigipirate". Der Ableger der Terrororganisation al-Qaida im islamischen Maghreb (AQMI) hatte schon häufiger mit Anschlägen gegen französische Einrichtungen gedroht und sich auch zur Entführung von Franzosen bekannt.
Auch die Unruhen in den arabischen Ländern tragen nach Informationen des "Figaro" zur zunehmenden Terrorangst bei. So habe der Geheimdienst im Zusammenhang mit der tunesischen Revolution einen AQMI-Aufruf mit Drohungen gegen Frankreich und die USA abgefangen. Die beiden Staaten würden in Tunis erneut einen Vasallen an die Macht bringen, wenn sie nicht durch Anschläge gehindert würden, hieß es angeblich darin.
als/dpa
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