Al-Qaida nach Bin Ladens Tod: Das Terror-Monstrum lebt

Von Yassin Musharbash

Osama Bin Laden hinterlässt der Welt eines der widerstandsfähigsten und schlagkräftigsten Terrornetzwerke der Geschichte. Der Tod des Gründers und Anführers wird al-Qaida erschüttern und schwächen, aber vorerst nicht erledigen. Den globalen Terror planen längst andere.

AFP

Berlin - Osama Bin Laden war eitel und selbstverliebt, und wenn man ehemaligen Kampfgefährten glauben kann, dann hatte er einen deutlichen Drang, sich in alles einzumischen. In den letzten Jahren allerdings dürfte er kaum noch an operativen Anschlagsplanungen beteiligt gewesen sein - es wäre zu auffällig gewesen. Der Saudi war damit beschäftigt, unsichtbar zu bleiben. Zehn Jahre lang ist ihm das gelungen - in der vergangenen Nacht haben US-Spezialkräfte ihn schließlich doch aufgespürt und in einem Feuergefecht getötet.

Unsichtbar mag Bin Laden gewesen sein, gehört wurde er trotzdem: Mit Audiobotschaften im Abstand von jeweils einigen Monaten gab er den über den Globus verstreuten Mitgliedern, Kämpfern, Freiwilligen und Sympathisanten ideologische Leitlinien an die Hand. Mit Hilfe von aus seinen Verstecken per Kurier verschickten Briefen an Qaida-Kommandeure behielt er sich eine Art letzte Entscheidungsgewalt vor, wenn es um die Einsetzung von Kadern in wichtige Positionen ging - so jedenfalls versichern westliche Geheimdienstler, die bis in die letzten Monate hinein Spuren für dieses Makro-Management-System gesichtet haben wollen.

Ohne Osama Bin Laden wäre al-Qaida nie entstanden; das Terrornetzwerk ist das Ergebnis eines Gedankens, den der Saudi und seine engsten Gefährten in den achtziger Jahren in Afghanistan zum ersten Mal formulierten: Anstatt dass sich die Dschihadisten in ihren jeweiligen Herkunftsländern weiter erfolglos im Kampf gegen die lokalen Regime aufrieben, sollten sie sich lieber zusammenschließen und fortan gemeinsam den Grund ihres Misserfolgs ins Fadenkreuz nehmen: die USA. Denn die Regierung in Washington, so war Osama Bin Laden überzeugt, stützte die Regime in den islamischen Ländern. Also musste der "ferne Feind" attackiert werden: "Amerikaner und ihre Verbündeten - Zivilisten oder Militärs - zu töten, ist eine individuelle Pflicht für jeden Muslim." So verkündete er 1998 in einer berühmten Erklärung, die als verspätetes Gründungsdokument al-Qaidas gilt.

Bin Laden, der Makro-Manager

Zur Verfügung stand ihm für diese Zwecke eine gut ausgebildete und fanatisierte Truppe von Dschihadisten mit Kampferfahrung aus allen Ecken der arabischen Welt - die erste Generation al-Qaidas. Der Doppelanschlag auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania 1998, schließlich die Angriffe auf New York und Washington am 11. September 2001 - al-Qaidas Aufstieg zum globalen Terror-Faktor verlief rasant.

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Osama Bin Laden: Ein Leben, um zu töten
Als die USA und eine internationale Koalition nach dem 11. September 2001 zurückschlugen und die Qaida-Gastgeber in Afghanistan, das Taliban-Regime, stürzten, verlor al-Qaida ihre physische Basis. Es hätte das Ende für das Terrornetzwerk sein können. Doch an diesem Punkt zeigte sich zum ersten Mal, dass Bin Laden ein wahrhaft transnationales Monstrum geschaffen hatte, das selbst solch einen Schlag absorbieren konnte: Er und sein Vize Aiman al-Sawahiri gingen in den Untergrund, ihre Kämpfer wiesen sie jedoch an, in ihre Heimatländer zurückzugehen, um den unheilvollen Auftrag auszuführen.

In Saudi-Arabien, im Jemen, später im Irak und in Nordafrika formierten sich schlagkräftige Filialen al-Qaidas, teilweise auf den Ruinen lokaler Dschihadisten-Netzwerke - teilweise, wie im Irak, praktisch aus dem Nichts. Bin Laden selbst entschied, wer den begehrten Namen "al-Qaida" tragen durfte - eine allzu weit gehende Verwässerung der Marke war ihm zuwider.

Doch zugleich öffnete er mit seiner Propaganda alle Schleusen: Jeder, der will, war das klare Signal, dürfe und solle zuschlagen. Eine Schulung durch al-Qaida war nicht mehr nötig, Eigeninitiative das Gebot der Stunde. Parallel forcierte al-Qaida die Kooperation mit anderen Gruppen, die dann, wie zum Beispiel bei den Bombenanschlägen auf Bali 2002, als eine Art verlängerter Arm der Qaida auftraten.

Auch die Möglichkeiten des Internet ließ Bin Laden strategisch nutzen. Ehemals streng geheime Schulungspläne wurden online gestellt, um den Verlust der afghanischen Trainingscamps zu kompensieren; Ehrenamtliche Terrorhelfer wurden ermuntert, Web-Seiten für den stetigen Propagandafluss zu errichten und zu pflegen. Auf diese Weise schuf sich al-Qaida eine Existenz im virtuellen Raum, die nicht mehr zurückzudrängen ist - und die in der realen Welt in Anschläge und Anschlagsversuche, erfolgreichen Rekrutierungen und Geldzuflüssen mündete. Keine andere Terrororganisation in der Geschichte hat die Möglichkeiten des Internet so früh und flächendeckend genutzt wie al-Qaida.

Al-Qaida ist schon jetzt geschwächt - aber lange nicht besiegt

Heute, nach zehn Jahren des globalen Kampfes gegen den Terrorismus, ist al-Qaida geschwächt, aber immer noch gefährlich. Für eine Terrororganisation ist das eine ausgesprochen lange Zeit, wie Vergleichsstudien zeigen. Die Schwerpunkte haben sich zuletzt verlagert: Al-Qaidas Filiale auf der arabischen Halbinsel ist zum international ambitionierten Akteur aufgestiegen, wie Anschlagsversuche auf einen US-Passagierjet und Frachtmaschinen im vergangenen Jahr zeigten - während zur gleichen Zeit die CIA die Jagd mit Drohnen auf die Führungsriege der Zentrale al-Qaidas im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet forcierte und viele Kader tötete. US-Geheimdienste waren sich zuletzt einig, dass ein Qaida-Anschlag in den USA mit höherer Wahrscheinlichkeit im Jemen ausgeheckt würde als in Waziristan.

Die entscheidende Frage für al-Qaida wird nun sein, ob einer der potentiellen Nachfolger - Aiman al-Sawahiri wäre die natürliche Wahl - die Lücke füllen kann. Diese besteht vor allem darin, dass jetzt der charismatische Führer fehlt: der Mann, dessen oft kryptischen und pathetischen Anleitungen es trotzdem vermochten, Dschihadisten weltweit zu inspirieren. Aiman al-Sawahiri hat dieses Format bisher nicht erreicht. Er wird ernst genommen, respektiert, aber nicht geliebt; er ist ein schlechter Redner, ihm fehlt die fast schon jenseitige Gelassenheit, die Bin Laden ausstrahlte.

Andererseits ist mitten im Drohnen-Hagel der CIA eine Schicht neuer Führer herangewachsen, über die der Westen wenig weiß - die aber als brandgefährlich gelten. Ilyas Kashmiri zum Beispiel, ein Pakistaner, der bereits an den Mumbai-Anschlägen 2009 beteiligt war und 2010 einen Anschlag in Dänemark plante. Möglicherweise ist auch Saif al-Adl, ein ehemaliger und sehr wichtiger Ausbilder, nach Jahren des Exils in Iran wieder in Waziristan eingetroffen. Abu Jahja al-Libi, ein aus Libyen stammender Gelehrter, hat deutlich an Format gewonnen. Diese Ebene und ihre direkten Mitarbeiter sind in den vergangenen Jahren die wahren Planer des Terrors gewesen. Sie sind ruchlos, ehrgeizig und gnadenlos radikal. Sie werden nicht aufstecken.

Neues Schwergewicht im Jemen?

Bin Laden verfügte freilich über eine einzigartige Bündelung von Eigenschaften: Er hatte sein Lebens als Millionenerbe für den Dschihad aufgegeben und sich dadurch ein glaubwürdiges Image als Asket im Kriegermantel zugelegt. Sein Engagement reichte bis in den Krieg gegen die Sowjets in Afghanistan in den achtziger Jahren zurück. Er war zwar kein Religionsgelehrter, aber ein Virtuose der arabischen Rhetorik. Er war der Vater des 11. September 2001. Und zugleich verfügte er über genügend Autorität, das globale Mitmach-Netzwerk al-Qaida zusammenzuhalten.

Doch ebenso gewiss ist, dass al-Qaida auch ohne Bin Laden weiterbomben wird. Es gibt einen interessanten Präzedenzfall: Als US-Truppen 2005 den Gründer der Qaida-Filiale im Irak töteten, Abu Mussab al-Sarkawi, den "Schlächter von Bagdad", da gaben seine Mitstreiter seinen Tod unumwunden zu, beglückwünschten den Getöteten zum Märtyrertum, und erklärten ansonsten lakonisch, dass sie für Gott kämpften, und nicht für einen Mann. Ähnlich dürfte al-Qaida nun reagieren. Bin Laden wird ganz sicher zum Märtyrer und zur Terror-Ikone stilisiert werden. Möglich, dass das Netzwerk nun sogar seine Anstrengungen forciert, um bald einen symbolträchtigen Vergeltungsanschlag auszuführen.

Mittelfristig wird Bin Ladens Tod al-Qaida dennoch weiter schwächen. Schon seit Langem gehen die Zustimmungswerte in den islamischen Gesellschaften deutlich zurück - al-Qaida hat nicht zuletzt mit zahllosen Anschlägen auf muslimische Ziele den Bogen deutlich überspannt. Auch Osama Bin Laden wirkte kaum noch jenseits eingefleischt dschihadistischer Milieus. Niemals war sein Netzwerk auch nur nahe dran, eine Massenbewegung zu werden.

Es steht nun zu vermuten, dass sich das Schwergewicht noch weiter von der Zentrale im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet auf die Filiale im Jemen verlagern wird - keine andere Dependance hat mehr Bewegungsspielraum und mehr Kapazitäten. Al-Qaida dürfte so noch auf Jahre hinaus eine Gefahr darstellen.

Aber es ist gut möglich, dass man eines Tages im Rückblick wird sagen können: Bin Ladens Tod markierte endgültig den Beginn des langsamen Abstiegs und Zerfalls von al-Qaida.

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insgesamt 30 Beiträge
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1. .
frubi 02.05.2011
Zitat von sysopOsama Bin Laden hinterlässt der Welt eines der widerstandsfähigsten und schlagkräftigsten Terrornetzwerke der Geschichte. Der Tod des Gründers und Anführers wird al-Qaida erschüttern und schwächen, aber vorerst nicht erledigen. Den globalen Terror planen längst andere. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,760059,00.html
Wers glaubt...... Allein die Tatsache, dass die Ami`s den Leichnam im Meer versenkt haben, nährt den Boden für Spekulationen. Man kann doch so eine Leiche nicht einfach ins Meer werfen ohne das man diese Leiche obduziert oder wenigstens genauestens begutachtet.
2. So ein Mumpitz...
fatherted98 02.05.2011
...wird auch dauernd von den ÖR Medien kommuniziert. Al Qaida ist...und das sollte doch seit dem 11/9 bekannt sein, spätestens aber nach den Anschlägen in Spanien und England, ein dezentrales Netzwerk ohne feste Strukturen. Weder Bin Laden noch Mullah Omar oder sonstige "Köpfe" geben Befehle die von ihren Anhängern ausgeführt werden sondern diese arbeiten meist dezentral und autark an ihren eigenen Terroranschlägen. Heute morgen im MoMa war auch wieder so ein Terror-Experte (Tevesen oder so) der so einen Mist erzählt hat, der mit den Erkenntnissen aus den Anschlägen überhaupt nicht übereinstimmt. Anscheinend brauchen die Medien immer einen Anführer oder Räuberhauptmann...solche Leute wie diesen Terrorexperten kann man sich sparen (wahrscheinlich können die noch nicht mal das Wetter ansagen) und die Moderatoren die beim MoMa im Schlafanzug rumlaufen besser auch gleich dazu.
3. Das Monstrum lebt
herrbausa 02.05.2011
Es erscheint undenkbar, daß Bin Laden ohne Wissen und Unterstützung einflußreicher Kreise innerhalb Pakistans Militär und Geheimdiensten in dieser Garnisonsstadt direkt neben der Militärakademie leben konnte. Das zeigt, daß das Gedankengut eines Osama Bin Laden längst in den Köpfen von Menschen, Generälen, angekommen ist, die über ein eigenes nukleares Arsenal verfügen und in einem der bevölkerungsreichsten Länder der Welt die Strippen ziehen. Seine eigene Organisation wird durch seinen Tod sicherlich dauerhaft geschwächt, aber das intellektuell/religiöse Erbe dieses Mannes wird – fürchte ich – weiterleben, vielleicht sogar nun erst recht aufblühen. Der Tod gehört zum Gründungsmythos einer jeden Religion und Pseudo-Religion. Auch Pseudo-Religionen blühen erst richtig auf, nachdem ihre Gründer tot sind.
4. Sind wir wirklich besser?
mundi 02.05.2011
Zitat von sysopOsama Bin Laden hinterlässt der Welt eines der widerstandsfähigsten und schlagkräftigsten Terrornetzwerke der Geschichte. Der Tod des Gründers und Anführers wird al-Qaida erschüttern und schwächen, aber vorerst nicht erledigen. Den globalen Terror planen längst andere. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,760059,00.html
Die Terrorgefahr wird eher größer! Der Vorgang des Tötens ohne Gerichtsverhandlung und Urteil ist eines Rechtsstaates unwürdig. Die Israelis haben mit dem Prozess gegen Eichmann versucht, stellvertretend für 6 Millionen ermordeten Juden, den Fall Eichmann aufzuklären und zu sühnen. Tod oder lebendig, das sind Sitten aus dem Wilden Westen. Zwar kann ich nicht beurteilen, ob die Ergreifung von Bin Laden möglich war, aber man hätte es versuchen sollen. Vor einem internationalen Strafgericht hätte man mit Bin Laden die ganze Organisation El-Quaida anklagen können. Es wäre ein Prozess mit historischer Bedeutung und möglicherweise auch ein Schritt zum Frieden. Hier befürchte ich, dass verschiedene Splittergruppen ihren „Märtyrer“ rächen werden. Ein schlechtes Beispiel mit „Zahn um Zahn“. Sind wir wirklich besser?
5. Das weiss ich auch
blaudistel 02.05.2011
und habe es heute früh auch geschrieben.
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Die Kommandostruktur der Qaida



Osama Bin Laden über...
 
Den 11. September
"Wir berechneten im Voraus, wie viele Verluste der Feind erleiden würde. Wir nahmen als Grundlage die Position des Turms und errechneten, wie viele getötet werden würden. Wir schätzten, dass ungefähr drei bis vier Stockwerke getroffen werden würden. Ich war besonders optimistisch ..., weil ich auf diesem Gebiet bereits Erfahrung habe. Ich vermutete, das brennende Benzin würde die Eisenträger des Gebäudes schmelzen. Aber ich dachte nur, dass die Einschlagstelle und die Stockwerke darüber einstürzen würden. Mehr wagten wir nicht zu hoffen."

November 2001, zitiert nach: Abou-Taam/Bigalke: "Die Reden des Osama Bin Laden"
Den Irak-Krieg
"Ich jubele darüber, dass Amerika in den Schlammlöchern des Tigris und Euphrat steckengeblieben ist... Bush glaubt, der Irak und sein Öl seien leichte Beute, und nun steckt er durch die Gnade Gottes fest und kann weder vor noch zurück. Amerika schreit aus voller Kehle, während es vor den Augen der Welt auseinanderbricht."

Oktober 2003, zitiert nach: Coll: "Die Bin Ladens. Eine arabische Familie"
Amerika
Im September 2007 wandte sich Osama Bin Laden "an die Amerikaner": "So wie ihr euch zuvor aus der Sklaverei der Mönche, Könige und Feudalherren befreit habt, so solltet ihr euch jetzt von den Irreführungen ... des kapitalistischen Systems befreien."

Politische, geschichtliche und moralische Erörterungen vermischend, zeichnet Bin Laden das Bild einer Nation, die auf der Verliererstraße ist. Obwohl militärisch übermächtig, könnten die Amerikaner im Irak nicht gewinnen - weil sie zwar moralisch argumentierten, in Wahrheit aber nur den Interessen internationaler Konzerne folgten.

Das Ansehen der USA sei deswegen ruiniert. Um "den Krieg zwischen uns" zu stoppen, gebe es zwei Möglichkeiten: Entweder die Mudschahidin stellten die Kampfhandlungen ein, was aber nicht gehe, weil sie eine Pflicht erfüllten. Oder die USA sähen endlich ein, dass sie die Verlierer im Irak seien. Es sehe aber so aus, als würden sie die eigenen Fehler aus dem Vietnam-Krieg und die der Sowjets aus dem Afghanistan-Feldzug wiederholen und sich vor der besseren Einsicht drücken.

Es gebe allerdings einen Ausweg, sagte Bin Laden weiter: Die Amerikaner sollten "nach einem alternativen, aufrechten Weg suchen", in dem es nicht darum gehe, andere zum eigenen Nutzen zu unterdrücken. Natürlich hat dieser Weg auch einen Namen: Die Amerikaner sollen zum Islam konvertieren.
Die Europäer
"Unsere Aktionen sind nur eine Antwort auf eure Aktionen - eure Zerstörung und und euren Mord an unseren Leuten, ob in Afghanistan, im Irak oder Palästina... Nach welchem Glauben sind eure Toten wertvoll und unsere wertlos? Nach welcher Logik zählt euer Blut als echt und unseres als Wasser? Vergeltung ist Teil von Gerechtigkeit, und der, der feindliche Akte zuerst begeht, ist der, der unrecht handelt. Ich rufe alle Männer, insbesondere Gelehrte, die Medien und Geschäfstleute dazu auf, eine permanente Kommission einzuberufen, um in Europa das Bewusstsein für unsere gerechten Gründe zu stärken... Ich mache einen Friedensvorschlag, der im Kern die Verpflichtung darstellt, alle Operationen gegen jeden Staat einzustellen, der sich verpflichtet, keine Muslime oder islamischen Staaten anzugreifen. "

April 2004, zitiert nach: Lawrence: "Messages to the World. The Statements of Osama Bin Laden"
Den "Kampf der Kulturen"
"Ohne jeden Zweifel (glaube ich an den Kampf der Kulturen). Das heilige Buch erwähnt ihn klar. Die Juden und Amerikaner haben das Lügenmärchen vom Frieden auf Erden erfunden. Das ist nur ein Märchen für Kinder."

Nach dem 11. September 2001 auf al-Dschasira. Zitiert nach: Coll: "Die Bin Ladens. Eine arabische Familie"