Osterweiterung Brüssel empfiehlt Albanien als EU-Beitrittskandidat

Albanien hat große Fortschritte im Kampf gegen Korruption und organisiertes Verbrechen gemacht, meint die Europäische Kommission. Ihre Empfehlung: Das Land soll Kandidat für einen EU-Beitritt werden.

EU-Erweiterungskommissar Füle: "Wir unterstützen Albanien"
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EU-Erweiterungskommissar Füle: "Wir unterstützen Albanien"


Brüssel - Bereits zweimal hat Albanien erfolglos den Status als EU-Beitrittskandidat beantragt. Nun könnte es besser laufen: Erweiterungskommissar Stefan Füle empfiehlt, dem Land Kandidatenstatus zu verleihen.

Albanien habe große Fortschritte im Kampf gegen Korruption und organisiertes Verbrechen gemacht, so Füle. Er würdigte auch die Verabschiedung einer Justizreform. "Ich finde die Reform sehr ermutigend." Zudem habe die Regierung im Kampf gegen Korruption und organisierte Kriminalität einen "anhaltenden Willen" bewiesen, "entschieden zu handeln". Man unterstütze die Forderung der Albaner nach Kandidatenstatus "ohne Vorbehalt", sagte Füle.

Nun müssen die EU-Mitgliedstaaten entscheiden. Sie wollen Ende des Monats beim EU-Gipfel darüber beraten. Die EU-Staaten hatten die EU-Kommission im vergangenen Dezember aufgefordert, die Fortschritte des Landes zu bewerten.

Der nächste Schritt für einen EU-Beitrittskandidaten sind die Verhandlungen über eine Aufnahme in die EU, die sich über Jahre hinziehen können.

Albanien gilt als armes Land. Der Kampf gegen Korruption und organisiertes Verbrechen zeigt in den Augen der EU-Kommission aber offenbar Wirkung. Die Parlamentswahl von 2013 sollte ein Demokratietest sein und galt als wichtig für die Bestrebungen, der EU beizutreten. Sie war jedoch von Manipulationsvorwürfen und Gewalttaten überschattet.

Zuletzt hatten CDU und CSU dafür geworben, Albanien im Sinne des deutschen Asylrechts als sogenanntes sicheres Herkunftsland einzustufen. Das würde bedeuten, dass Asylbewerber aus dem Land dorthin zurückgeschickt werden können.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Union, Michael Grosse-Brömer, sagte, Deutschland teile mit Albanien als Nato-Mitglied den "gemeinsamen Wertekanon". Man müsse deshalb über die neue Sicherheitseinstufung sprechen.

kes/kgp/Reuters/AFP

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insgesamt 88 Beiträge
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virt77 04.06.2014
1. Sie lernen es nicht.
Die EU steckt seit Jahren in einer Finanzkrise, ich frage mich was es bringen soll, noch einen maroden Staat aufzunehmen, für den im Zweifelsfall wieder Deutschland u.a. tief in die Tasche greifen muss.
querdenker22 04.06.2014
2. Es waren nicht genug AFD Wähler ...
... oder das sind die Reste des alten, noch laufenden Schwungrades.
Bolligru 04.06.2014
3. Oh-
mein-Gott!
stefanbodensee 04.06.2014
4. wozu ...
soll albanien als eu-beitrittskandidat vorgeschlagen werden ? was produziert dieses land, was zahlt dieses land aus eigenen mitteln in den eu-topf ein, wie produktiv überhaupt wird es als eu-mirtgliedsland sein ? das land ist prädestinierter nettoempfänger und wird dies lange jahre bleiben. bei aller liebe zu freigiebigen topfinhaltverteilern, langsam reicht es mit der 'osterweiterung'.... bis dort korruption, vetternwiirtschaft, klünglei und gewalt im griff sind, wird es noch viele jahre dauern. aber schön, daß die eu feststellt, daß schon 'große fortschritte' gemacht wurden, das ist doch schon mal was...
gizmo13 04.06.2014
5. ohh gott
...um Himmels Willen...wann hat das alles ein Ende...!! Erweiterungsunsinn der nicht mehr zu verantworten ist.....
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