Krieg in Syrien Uno-Sicherheitsrat beschließt Beobachtermission für Aleppo

Die Vereinten Nationen haben die Entsendung einer Beobachtermission ins syrische Aleppo beschlossen. Der Sicherheitsrat votierte einstimmig für eine entsprechende Resolution.

Evakuierung von Aleppo
DPA

Evakuierung von Aleppo


Alle 15 Mitgliedstaaten des Uno-Sicherheitsrats haben per Resolution die Entsendung von Beobachtern in die syrische Stadt Aleppo gefordert. Sie sollen die Evakuierungsaktionen aus dem bislang von Rebellen gehaltenen Ostteil der Stadt überwachen und über die Lage der noch verbliebenen Bewohner berichten.

Der Generalsekretär solle "dringende Schritte unternehmen, inklusive Sicherheitsmaßnahmen, um die Beobachtung durch die Vereinten Nationen und andere relevante Organisationen" in die Wege zu leiten, heißt es in der Resolution. Auch der freie Zugang für humanitäre Hilfe wird darin gefordert. Russland hatte seinen eigenen Text eingebracht. Schließlich einigten sich die Mitglieder auf einen Kompromiss-Entwurf.

Die Evakuierung Aleppos hatte am vergangenen Donnerstag begonnen, wurde dann aber am Freitag für mehrere Tage unterbrochen. Seitdem haben nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz 15.000 Menschen die Rebellengebiete verlassen können. Auch 47 Kinder aus einem Waisenhaus in Ost-Aleppo wurden in Sicherheit gebracht. Einige von ihnen seien verletzt und dehydriert, teilte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) in Genf mit.

SPIEGEL ONLINE

Tausende warten aber noch auf den Transport. Hilfsorganisationen berichteten, die Menschen litten extrem unter den Wintertemperaturen.

Die syrischen Regierungstruppen hatten mit Unterstützung der russischen Armee und iranischer Milizen das über Jahre erbittert umkämpfte Aleppo vor wenigen Tagen zurückerobert.

suc/vks/dpa/AFP



© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.