Neuer Regierungschef Alexis Tsipras "Griechenland wird keine Befehle mehr akzeptieren"

Alexis Tsipras ist zurück von seiner Europa-Tour - und verspricht seinen Landsleuten einiges: Im neuen griechischen Parlament erklärte der Premier, er werde die europäische Sparpolitik "ein für alle Mal beenden".

Griechischer Premier Tsipras im Parlament: "Austeritätspolitik ein Ende bereiten"
AFP

Griechischer Premier Tsipras im Parlament: "Austeritätspolitik ein Ende bereiten"


Athen - Die Ansage ist deutlich, der Ton gegenüber den internationalen Geldgebern angriffslustig: Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat am Donnerstag versprochen, der Austeritätspolitik der Europäischen Union "ein für alle Mal ein Ende zu bereiten" und harte Verhandlungen über neue Bedingungen für Griechenland zu führen." Griechenland wird keine Befehle mehr akzeptieren, erst recht keine, die per E-Mails kommen", sagte er.

Tsipras und sein Finanzminister Giannis Varoufakis waren in den vergangenen Tagen durch Europa getourt, um den internationalen Geldgebern klarzumachen, dass Griechenland sich künftig nicht mehr an die Reformvereinbarungen halten will. Im Gegenzug droht die Europäische Zentralbank (EZB) den griechischen Banken mit Geldentzug.

Nach seiner Rückkehr nach Griechenland sprach Tsipras am Donnerstag im griechischen Parlament, das am Vormittag vereidigt worden war. Der Ministerpräsident sagte, Griechenland werde gemachte Versprechen nicht brechen. Aber die griechischen Wähler würden nicht wieder betrogen werden.

mka/Reuters



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 67 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Pfaffenwinkel 05.02.2015
1. Tsipras
will auch weiterhin keine Sparpläne mehr umsetzen. O.K., dann gibt es auch kein Geld mehr, so einfach ist das.
parisien 05.02.2015
2. Rätsel
Es gehörte zu meinem Beruf, viel und teilweise auch hart zu verhandeln. Immer aber war es ein Geben und Nehmen oder ein Autausch von Argumenten , die einander aufwogen ( mal mehr, mal minder). Was aber, und ich meine diese Frage nicht ironisch, will Tsipras ins Feld führen , wenn er die nächste Tranche beantragt , um die Konditionen der Geldgeber (und damit im Ergebnis die Auszahlung dieser Tranche) abzulehnen ?
Eckfahne 05.02.2015
3. Na toll,.....
.... dann soll er gleich mal seinen Landsleuten erklären, wie er mit leerem Beutel große Sprünge machen will. Die Vorstellung, die dieser Politiker z. Zt. abzieht ist lustiger als Mainz, wie es singt und lacht.
MütterchenMüh 05.02.2015
4. Reisen bildet normalerweise
Irgendwie muss er auf seiner Europareise das eine und andere falsch interpretiert haben. In seinem Land kann er machen was er will das ist unstrittig. Will er finanzielle Hilfe gibt es die nicht ohne Kontrolle. Wer das nicht will muss gehen.
sfk15021958 05.02.2015
5. Die Beiden haben wohl auf viel Granit gebissen!
Aber selbst jung und dynamisch kommt man nicht mit dem Kopf durch die Wand. Wenn man sich nicht an Abmachungen halten will, muss der Gegenüber sich auch nicht daran halten! Wenn er keine emails mehr akzeptiert, wird Merkel mit ihm twittern!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.