Rechtsnationalist Florida ruft vor Auftritt von Richard Spencer den Notstand aus

Der Rechtsnationalist Richard Spencer wird an der Universität von Florida eine Rede halten - trotz Protesten der Studierenden. Aus Furcht vor gewaltsamen Ausschreitungen rief der Gouverneur nun den Notstand aus.

Richard Spencer
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Eine der zentralen Figuren der US-amerikanischen Rechtsextremen, Richard Spencer, wird an der Universität von Florida eine Rede halten - und Gouverneur Rick Scott fürchtet offenbar um die Sicherheit in seinem Bundesstaat.

"Wir leben in einem Land, in dem jeder das Recht hat, seine Meinung zu äußern, aber wir haben keinerlei Toleranz gegenüber Gewalt - und die öffentliche Sicherheit ist immer unsere höchste Priorität", sagte Scott. Als Vorsichtsmaßnahme rief er den Notstand für Florida aus.

Am Donnerstag wird Spencer auf dem Uni-Gelände in Gainesville auftreten. Auch bei der Demonstration weißer Nationalisten in Charlottesville war der 39-Jährige, der als Führungsfigur der Alt-Right-Bewegung gilt, aufgetreten. Dort eskalierte die Gewalt bei dem Neonazi-Aufmarsch.

Spencer vermutet laut eines Twitter-Posts hinter der Notstandsmaßnahme einen ersten Schritt, um die Veranstaltung ganz absagen zu können.

Die Universität von Florida hatte zugestimmt, Spencer im Namen der Meinungsfreiheit sprechen zu lassen, versicherte aber, den Rechtsnationalisten nicht eingeladen zu haben. Am Montag demonstrierten Studenten gegen den geplanten Auftritt Spencers und forderten die Hochschule auf, die Rede abzusagen.

vks/AFP

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