Von Lisa Erdmann
Seit 40 Jahren ist Ina May Gaskin für die Frauen im Einsatz. Für Frauen, die ein Baby bekommen. In ihrer Heimat USA war das Gebären Anfang der siebziger Jahre - wie in vielen westlichen Ländern - nur noch in Krankenhäusern üblich. Hebammen gab es in Amerika so gut wie nicht mehr, den Job hatten Ärzte übernommen. In einem jahrzehntelangen Prozess war viel an altem Wissen rund um die Geburt verloren gegangen.
Gaskin setzte sich zum Ziel, wieder die Frau in den Mittelpunkt des Geschehens zu setzen. In einem Land, in dem es gar keine Ausbildungsmöglichkeit für Hebammen mehr gab, gründete sie ein Geburtshilfezentrum. Auf dem Gelände einer Kommune in Tennessee.
In den vergangenen Jahrzehnten veröffentlichte sie Bücher, die in der ganzen Welt als Bestseller verkauft wurden. Vielen Hebammen wurde sie zum Vorbild. Sie setzt sich für hohe Standards bei der Geburtshilfe ein und für eine gute Qualität der Ausbildung von Hebammen. Heute hält sie rund um den Globus regelmäßig Vorträge.
Sie ist schon die Zweite in der Familie, die den Alternativen Nobelpreis bekommt: 1980 wurde ihr Mann Stephen Gaskin als erster überhaupt mit diesem Preis geehrt.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Politik | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Ausland | RSS |
| alles zum Thema Alternativer Nobelpreis | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH