Amoklauf in Arizona: US-Abgeordnete bei Bürgertreff niedergeschossen

Blutbad im US-Bundesstaat Arizona: Ein junger Mann hat vor einem Einkaufszentrum in Tucson mehrere Menschen erschossen und weitere verletzt. Unter den Opfern ist auch die demokratische Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords. Sie wurde aus nächster Nähe in den Kopf getroffen.

Verletzte US-Abgeordnete Giffords: Schießerei in Arizona Fotos
dpa

Washington - Bei einer schweren Schießerei vor einem Safeway-Lebensmittelgeschäft in Tucson im US-Bundesstaat Arizona wurden am Samstag offenbar sechs Menschen getötet und mehrere zum Teil schwer verletzt. Die Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords wurde aus kurzer Distanz in den Kopf getroffen. Die 40-jährige Demokratin wurde schwerverletzt in ein Krankenhaus eingeliefert und sofort operiert.

Polizeichef Rich Kastigar bestätigte bei einer Pressekonferenz, es habe sechs Tote gegeben. Unter den Todesopfern seien ein neun Jahre altes Mädchen, ein Bezirksrichter und eine Mitarbeiterin der Abgeordneten. 18 Verletzte wurden nach Angaben der Polizei in Krankenhäuser gebracht. Insgesamt seien zehn Opfer operiert worden, fünf befänden sich in kritischem Zustand.

Offenbar hatte ein 22-jähriger Schütze das Feuer eröffnet, während Giffords an einer Fragestunde mit Bürgern teilnahm. Die Ärzte sprachen von einem glatten Kopfdurchschuss; die Kugel sei wieder ausgetreten. Ihr Zustand sei nach wie vor kritisch. Ein behandelnder Arzt des Universitätskrankenhauses in Tucson zeigte sich dennoch optimistisch, dass sie überleben werde: "Ich bin so optimistisch, wie man in einer solchen Situation sein kann." Erste Tests hätten ergeben, dass ihr Gehirn reagiert.

Drohungen gegen Giffords - FBI ermittelt

US-Präsident Barack Obama nannte den Anschlag eine "unsagbare Tragödie" und rief die Nation zum Gebet für die Toten und Verletzten sowie deren Angehörige auf. Eine solche "sinnlose und schreckliche Gewalttat hat in einer freien Gesellschaft keinen Platz", sagte der US-Präsident und versprach: "Wir werden der Sache auf den Grund gehen, wir werden da durchkommen." Vertraute der Angeschossenen berichteten, es habe zuvor Drohungen gegen Giffords gegeben. Obama schickte den Chef der Bundespolizei FBI, Robert Mueller, nach Arizona, um die Ermittlungen nach der Schießerei zu unterstützen. Kommentatoren beklagen seit Monaten das aufgeheizte politische Klima in den USA.

Laut Berichten wurden "zwischen 15 und 20 Schüsse abgefeuert". Augenzeugen berichteten von mehreren Menschen, die auf dem Boden lagen. Steven Rayle, ein ehemaliger Arzt aus der Notaufnahme, der jetzt in einem Hospiz arbeitet, wurde Zeuge der Schießerei. Giffords habe vor dem Supermarkt hinter einem Tisch gestanden und Passanten gegrüßt, als der Schütze von hinten an sie herantrat, ihr eine Waffe nah an den Kopf hielt und abdrückte, sagte Rayle der "New York Times". Die Politikerin ging daraufhin zu Boden. Sofort hätten sich Mitarbeiter um die Verletzte gekümmert. Dann sei völliges Chaos ausgebrochen. Über Stunden waren die genauen Ereignisse völlig unklar: Zeitweise hieß es, die Abgeordnete sei tot.

Täter unverletzt festgenommen

Laut dem Radiosender NPR versuchte der Schütze zu fliehen, wurde aber von einem Augenzeugen überwältigt. Der Täter sei daraufhin unverletzt festgenommen worden. Seine Motive blieben zunächst unklar. Ersten Berichten zufolge soll es sich um einen verwirrten Einzeltäter handeln, der im Internet gegen die Regierung gewettert und eine neue US-Währung gefordert habe. Laut "New York Times" war im vergangenen März Giffords Büro in Tucson verwüstet worden - wenige Stunden nachdem sie für die Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama gestimmt hatte.

Giffords vertritt seit Januar 2007 als Kongressabgeordnete den Süden des US- Bundesstaats Arizona - sie ist eine Politikerin, die sich nicht so einfach festlegen lässt. Sie wurde als erste Jüdin für Arizona ins Repräsentantenhaus gewählt. Sie gilt als wirtschaftspolitisch eher unternehmerfreundlich. Sie befasst sich unter anderem mit der Einwanderungspolitik ihres an Mexiko angrenzenden Bundesstaats, mit der Gesundheitsreform von US-Präsident Barack Obama sowie mit alternativen Energien. Zudem gilt sie als Befürworterin der embryonalen Stammzellenforschung.

Bei den Wahlen im vergangenen November setzte sich Giffords gegen einen konservativen Kandidaten der Tea Party durch und sicherte sich damit zum dritten Mal einen Sitz im Repräsentantenhaus. Der Bürgertreff am Samstag war die erste Gelegenheit für die Öffentlichkeit, Giffords persönlich zu treffen, seit sie am Mittwoch erneut vereidigt worden war.

Obama bezeichnete Giffords als "Freundin". Sie sei warmherzig und bei ihren Kollegen und den Wählern daheim in ihrem Bezirk gleichermaßen beliebt. "Das ist eine Tragödie für Arizona und für unser ganzes Land", sagte der Präsident, der im Weißen Haus vor die Mikrofone trat. Der neue republikanische Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus, John Boehner, äußerte sich "entsetzt", seine demokratische Vorgängerin Nancy Pelosi sprach von einem "traurigen Tag für unser Land".

Auch die frühere republikanische Kandidatin für das Amt des US-Vizepräsidenten, Sarah Palin, sprach den Opfern des Anschlags ihr Mitgefühl aus. Sie bete "für die Opfer und ihre Familien und für Frieden und Gerechtigkeit", schrieb sie auf ihrer Facebook-Seite. Palin hatte Giffords in der Vergangenheit scharf kritisiert, da die Demokratin für Obamas Gesundheitsreform gestimmt hatte.

Gabrielle Giffords ist seit 2007 mit dem US-Astronauten Mark Kelly verheiratet, der eine Space Shuttle Mission zur internationalen Raumstation ISS leiten soll.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels hieß es, dass Gabrielle Giffords ihren Verletzungen im Krankenhaus erlegen sei - wie es die Nachrichtenagenturen in ihren ersten Meldungen mit Bezug auf den Radiosender NPR berichtet hatten. Die Kliniksprecherin korrigierte diese Darstellung später.

lgr/otr/dpa/Reuters/AFP

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insgesamt 141 Beiträge
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1. .
Kassian 08.01.2011
Zitat von sysopBlutbad im US-Bundesstaat Arizona: Ein junger Mann hat vor einem Geschäftszentrum in Tucson viele Menschen angeschossen. Unter den Opfern ist auch die demokratische Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords. Sie wurde aus nächster Nähe in den Kopf getroffen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,738497,00.html
Genauso krank wie das Attentat ist die Tatsache das der Wikipedia Eintrag über sie schon längst aktualisiert worden ist.
2.
Bokurano 08.01.2011
Das ist verdammt krank man, wieso macht man sowas? Sowas bringt rein gar nichts? Aber interessant ist, dass Sara Palin im März letzten Jahres, mehr oder weniger aufgefordert hat bestimmte demokratische Abgeordnete zu "erschießen". Beweis: http://www.huffingtonpost.com/2010/03/24/sarah-palins-pac-puts-gun_n_511433.html Anscheinend hat jetzt ein Republikaner das etwas zu wörtlich genommen....
3. Das...
meta_morfos 08.01.2011
...ist offenbar wieder ein echter Anschlag. Das erkennt man daran, dass die Schuldigen noch nicht feststehen.
4. Das Täter-Raten beginnt
space_lord 08.01.2011
Republikaner? Tea-Party-Anhänger? Evangelikaler Christ? Oder alles zusammen? (You betcha.)
5. Attentat mit Ansage
bbdosslim 08.01.2011
Zur Bestürzung über diese tragische Nachricht, mischt sich nun ein weiteres ungutes Gefühl. Offenbar wurde im Zuge der radikalen Propaganda der Tea-Party-Demagogen eine Liste von Demokraten erstellt, die als ungewünschte Kontrahenten gelten. So listete Sarah Palin zwanzig Demokraten auf ihrer Webseite auf, darunter auch Gifford: http://i.imgur.com/eDr2J.png (hier ein Screenshot). Desweiteren rief Palin via Twitter in gefährlich gewaltbereitem Ton zum Widerstand auf: http://imgur.com/kknx3 (Screenshot) Es bleibt ein unliebsamer Beigeschmack. Quellen sind jeweils reddit.com.
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26. September 2001: Zug, Schweiz
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8. Juni 2001: Osaka, Japan
Ein 37-jähriger Japaner ersticht in einer Grundschule in der japanischen Stadt Osaka acht Kinder und verletzt 20 weitere zum Teil schwer.
20. April 1999: Littleton/Colorado, USA
Beim Schulmassaker von Littleton stürmen die beiden Schüler Eric Harris und Dylan Klebold die Columbine Highschool in Littleton im US-Staat Colorado und ermorden dort zwölf Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren und einen Lehrer. 24 weitere Menschen werden verletzt, bevor sich die beiden Amokläufer selbst das Leben nehmen. Mehr auf der Themenseite...
24. März 1998: Jonesboro/Arkansas, USA
Ein elf- und ein 13-jähriger Schüler lösen an ihrer Schule in Jonesboro im US-Staat Arkansas falschen Feueralarm aus und richten aus dem Hinterhalt ein Blutbad an. Im Kugelhagel sterben vier Mädchen und eine Lehrerin.
22. Mai 1997: Brasilien
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28./29. April 1996: Tasmanien
35 Menschen fallen dem Amokläufer Martin Bryant auf der australischen Insel Tasmanien zum Opfer, darunter mehrere Kinder. In einem Café der ehemaligen Strafkolonie in Port Arthur schießt der geistig verwirrte Täter mit einem automatischen Schnellfeuergewehr auf die Gäste. Danach setzt er seinen Amoklauf auf der anderen Straßenseite fort.
13. März 1996: Dunblane, Schottland
Ein 43-jähriger Mann erschießt in der Turnhalle der Grundschule im schottischen Dunblane 16 Erstklässler und deren Lehrerin. Der Todesschütze begeht nach der Tat Selbstmord.
23./24. September 1995: Toulon, Frankreich
Ein 16-jähriger Schüler bringt nahe dem französischen Toulon insgesamt 13 Menschen um und tötet sich anschließend selbst. Erste Opfer am Abend des 23. September sind sein Stiefvater, sein Halbbruder und seine Mutter. Am nächsten Morgen setzt der Täter im Nachbarort seiner Heimatstadt den Amoklauf fort.
16. Oktober 1991: Killeen/Texas, USA
Im texanischen Killeen tötet ein Mann in einer Cafeteria 23 Menschen. Anschließend begeht er Selbstmord.
Dezember 1989: Montréal , Kanada
An der Polytechnischen Hochschule von Montréal kommt es zum schwersten Schulmassaker der kanadischen Geschichte. Der 25-jährige Marc Lépine erschießt 14 Frauen und verletzt 13 weitere Personen, bevor er sich selbst das Leben nimmt. In einem Schreiben nennt der Mann Hass auf Feministinnen als Motiv.
18. Juli 1984: Kalifornien, USA
In einem Schnellrestaurant in San Diego erschießt ein 41-Jähriger wahllos 21 Menschen. Er wird von einem Polizisten erschossen.
1. August 1966: Universität von Texas, USA
An der Universität von Texas schießt der Amokläufer Charles Whitman mehr als eine Stunde lang von einem Turm der Universität auf Passanten. Mindestens 17 Menschen werden getötet.
11. Juni 1964: Volkhoven bei Köln
Beim Attentat von Volkhoven bei Köln stürmt ein Wehrmachtsveteran eine Volksschule. Er fügt acht Kindern tödliche Verletzungen zu und ersticht zwei Lehrerinnen.