Istanbul Merkel, Macron und Putin treffen sich zu Syrien-Gipfel

Bundeskanzlerin Merkel, Frankreichs Präsident Macron und Russlands Staatschef Putin kommen am 27. Oktober zu einem Syrien-Gipfel in Istanbul zusammen. Eingeladen hat der türkische Präsident Erdogan.

Emmanuel Macron (links), Wladimir Putin, Angela Merkel
REUTERS

Emmanuel Macron (links), Wladimir Putin, Angela Merkel


Es soll um die Lage in der syrischen Provinz Idlib und den Friedensprozess für Syrien gehen: Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Russlands Staatschef Wladimir Putin reisen am 27. Oktober auf Einladung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu einem Syrien-Gipfel nach Istanbul. Das teilte Erdogans Sprecher Ibrahim Kalin am Freitag laut der amtlichen Nachrichtenagentur Anadolu mit.

Erdogan hatte den Vierer-Gipfel schon vor Wochen angekündigt, doch kam er wegen Terminschwierigkeiten zunächst nicht zustande. Bei Erdogans Besuch in Berlin Ende September erklärte Merkel ihre Bereitschaft zu dem Treffen, bat jedoch laut Erdogan darum, es erst nach der Landtagswahl in Bayern abzuhalten.

Es ist der erste Gipfel zu Syrien in diesem Format. Zuletzt hatte die Türkei in dem Konflikt vor allem das Gespräch mit Russland und Iran gesucht (mehr zu den Hintergründen erfahren Sie hier).

Nach Angaben des französischen Präsidialamts zielt das Treffen darauf ab, den Waffenstillstand in Idlib sicherzustellen und eine humanitäre Katastrophe zu verhindern. Idlib ist die letzte Rebellenhochburg in Syrien.

Am Donnerstag hatte nach dem Uno-Sonderbeauftragten für Syrien auch der Nothilfekoordinator Jan Egeland seinen Rückzug bekannt gegeben. Wie Staffan de Mistura stelle er sein Amt Ende November zur Verfügung, sagte Egeland.

Egeland begrüßte die seit fünf Wochen anhaltende Feuerpause in der Region um Idlib in Syrien mit drei Millionen Zivilisten. "Wir haben die Möglichkeit, diesen Menschen in Ruhe zu helfen", sagte er. Die Gefahr einer Katastrophe dort sei noch nicht gebannt. "Idlib könnte immer noch die schwerste Schlacht von allen werden", warnte er.

vks/cte/AFP/Reuters



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