Trump-Besuch der Kanzlerin Merkel in Washington gelandet

Zum zweiten Mal wird sich Angela Merkel in Washington mit Donald Trump treffen. Weniger als drei Stunden sind eingeplant, um über den Handelskonflikt und Iran zu sprechen.

Regierungsmaschine vor dem Abflug nach Washington
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Regierungsmaschine vor dem Abflug nach Washington


Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist in Washington gelandet. In der US-Hauptstadt will sie am Freitagabend deutscher Zeit Präsident Donald Trump treffen. Der auf zweieinhalb Stunden angesetzte Arbeitsbesuch wird sich vor allem um den Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Europa sowie um die Zukunft des Atomabkommens mit Iran drehen.

Es ist Merkels zweiter Besuch bei Trump. Bei ihrem ersten vor gut einem Jahr hatte der US-Präsident teils abweisend gewirkt. Seither hat sich das persönliche Verhältnis eher noch verschlechtert. Merkels aktuelle Visite in den USA soll noch nicht einmal 22 Stunden dauern, weniger als drei Stunden wird sich die Kanzlerin im Weißen Haus aufhalten.

Videoanalyse: "Merkel hat einfach keinen Draht zu Trump"

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Offen ist, ob die Kanzlerin bei ihren zentralen Anliegen zumindest kleine Fortschritte erreichen kann. Sie will einen Handelskrieg vermeiden, der der deutschen Industrie schaden dürfte. Trump hat Zölle auf die Einfuhr von Aluminium und Stahl verhängt. Die Europäische Union wurde nach Protesten vorerst bis zum 1. Mai davon ausgenommen, Merkel will bei Trump für eine dauerhafte Befreiung werben. Ob dies vor Ende der Frist gelingt, wird in deutschen Regierungskreisen jedoch skeptisch bewertet.

Außerdem wollen Merkel und die Europäer einen Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit Teheran verhindern, weil sie eine neue nukleare Rüstungsspirale in der Region befürchten. Trump droht damit, die Vereinbarung aufzukündigen, da er sie für unzureichend hält.

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aar/dpa

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qewr 27.04.2018
1.
Wenn man die Beiträge der meisten Foristen zu den USA hier liest, kommt man zur Erkenntnis, dass die Bundeskanzlerin alles richtig gemacht hat.
eunegin 27.04.2018
2. Das wird wohl nix
Trump hat -wie viele unsichere Alphamännchen- Angst vor starken, intelligenten Frauen. Erschwerend kommt hinzu, dass er mit Nicht-Modells grundsätzlich Probleme hat. Da ist es zweitrangig, dass Merkel auch keinen Draht zu ihm hat; sie ist Profi genug, das hinzunehmen. Aber wenn er nicht mal Handschütteln kann...
furorteutonikus 27.04.2018
3. Vertreterin Deutschlands
Wie will AM in 15-20 Minuten von brutto 3 Std (Restzeit ist für Formalitäten) gegenüber Trump, Deutsche und Europäische Interessen vertreten? Sie kann es nicht, weil sie sich seit Beginn der Trump-Wahl ungebührlich und arrogant gegenüber ihm geäußert und verhalten hat. Die aktuelle Behandlung ist das erwartbare Ergebnis. Wenn aber AM unsere Interessen gegenüber den USA noch nicht einmal vortragen darf, fragt man sich wie sie ihren Job überhaupt noch erledigen will? Auf EU - Ebene und in Deutschland sieht es nicht besser aus. Warum stützt die CDU Spitze diese Frau noch weiterhin in ihrem Amt, obwohl sie absolut nichts mehr bewegen kann? Machterhalt?
axel1958 27.04.2018
4. Man muss den .....
amerikanischen Präsidenten nicht mögen oder seine Meinung teilen.Hier wurde aber kübelweise Unrat teils von unseren Politikern seit seinem Amtsantritt über ihn abgeworfen.Merkel sollte froh sein das sie überhaupt noch empfangen wird.
doc_snyeder 27.04.2018
5. Für einen Dreistundentalk
zweimal über den grossen Teich. Was soll das? So etwas kann man doch auch über Skype erledigen.
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