Pläne für Zuwanderungsquote Merkel hält erstmals britischen EU-Austritt für möglich

Der britische Premier David Cameron nähert sich einer roten Linie, bei der selbst für Kanzlerin Merkel der Spaß aufhört. Erstmals befürchtet die Bundesregierung nach SPIEGEL-Informationen einen EU-Austritt der Briten.

Merkel, Cameron (Archivbild): Austritt der Briten aus der EU befürchtet
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Merkel, Cameron (Archivbild): Austritt der Briten aus der EU befürchtet


Berlin - Die Bundesregierung hält erstmals einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union für möglich. Das berichtet der SPIEGEL unter Berufung auf entsprechende Einschätzungen in Kanzleramt und Außenministerium.

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Hintergrund ist nicht der Wutausbruch des britischen Premiers David Cameron wegen einer kumulierten Nachzahlung von mehr als zwei Milliarden Euro an EU-Beiträgen, von der er sich beim jüngsten EU-Gipfel überrumpelt sah. Ungleich größere Sorge lösen in Berlin Camerons Andeutungen aus, eine bezifferte Quote für Zuwanderer aus EU-Staaten nach Großbritannien einführen zu wollen. Das stünde in klarem Widerspruch zu einem zentralen Bestandteil der EU-Verträge, der Personenfreizügigkeit.

(Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Sollte Cameron darauf beharren, werde Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bemühungen einstellen, Großbritannien in der EU zu halten. Damit wäre ein "point of no return" erreicht, hieß es in Regierungskreisen. "Das war's dann." Daran soll Merkel bei einem Vier-Augen-Gespräch mit dem britischen Premier am Rande des jüngsten EU-Gipfels keinen Zweifel gelassen haben.

Cameron steht unter erheblichem innenpolitischen Druck. Im kommenden Mai stehen die Unterhauswahlen bevor, laut britischen Umfragen ist sein Sieg in Gefahr. Auch um die EU-feindliche Ukip-Partei zurückzudrängen, hat der Premier weitreichende Versprechungen gemacht, darunter eine scharfe Begrenzung der Zuwanderung auf die Insel.

vek

Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 410 Beiträge
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Seite 1
lilioceris 02.11.2014
1. Super!
UK raus! UA rein ! I´m not amused !
anamarie 02.11.2014
2. dann kann
man besser britische geheimdienste überwachen, was für eu selbstständigkeit gut ist.
Atheist_Crusader 02.11.2014
3.
Lasst sie doch gehen. Es ist eine Beleidigung der EU und ihrer Werte, dass man sich ständig verbiegt nur um die drinnen zu halten, die das ganze Konzept sowieso nicht mögen. Konzentrieren wir uns lieber auf diejenigen, die tatsächlich in der EU sein WOLLEN. Die Briten sehen sich nicht als Europäer, die wollen lieber der kleine Fisch in ihrem Five-Eyes-Anglos-Only-Teich sein, als ein großer Fisch innerhalb der EU. Also lassen wir sie. Damit die EU funktionieren kann braucht es nur Deutschland und Frankreich. Alles Andere ist Beiwerk.
goldi-rt 02.11.2014
4. Ist das jetzt blöd?
...wenn ich sage: Dann müssen die Briten halt schauen, wie sie klar kommen?
hotgorn 02.11.2014
5.
Anstatt Flüchtlingströme nach Deutschland zu stoppen, zickt Merkel gegen die Briten die das nach dem Skandal von Rotherham wohl anpacken wollen. Fremd im eigenen Land und Merkel ist bald fremd in Europa den die Französen geben nichts darauf was Prinzessin Eisenherz zu sagen hat.
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