Kanzlerin in Washington Merkel trifft Trump am 27. April

US-Präsident Trump empfängt Kanzlerin Merkel bereits nächste Woche zu einem Treffen in Washington. Geplant ist eine "erweiterte Folge bilateraler Treffen".

Donald Trump und Angela Merkel beim G20-Gipfel in Hamburg
REUTERS

Donald Trump und Angela Merkel beim G20-Gipfel in Hamburg


Jetzt ist es offiziell: Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht am 27. April US-Präsident Donald Trump in Washington. Bei dem Treffen werde es um die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und den USA sowie um Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik gehen, teilte Vizeregierungssprecherin Ulrike Demmer mit.

Die CDU-Politikerin reist damit nur wenige Tage nach dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu Trump. Merkel war im März des vergangenen Jahres erstmals von Trump im Weißen Haus empfangen worden. Der Besuch verlief in verkrampfter Atmosphäre. Viel Wirbel gab es um einen unterbliebenen Händedruck vor laufenden Kameras.

Bei dem erneuten Besuch dürften die Lage in Syrien, die künftige Zusammenarbeit mit Russland, der Handelsstreit und das Verhältnis zum Iran im Mittelpunkt stehen.

Demmer wollte sich zu den Themen des Treffens nicht äußern, sagte aber, Europa und die USA sähen sich zahlreichen Herausforderungen gegenüber. Natürlich werde bei "Themen, bei denen wir bekanntermaßen nicht immer einer Meinung sind" darüber zu reden sein, wie man zu gemeinsamen Lösungen komme.

Im Mai steht seitens der USA eine Neubewertung des Atomabkommens mit dem Iran an. Die Spekulationen verdichten sich, dass Trump sich aus dem Pakt zurückziehen wird. Macron und Merkel dürften versuchen, dem entgegenzuwirken. Das Weiße Haus teilte mit, Merkel und Trump würden die deutsch-amerikanische Partnerschaft als Grundstein der transatlantischen Beziehungen und der Zusammenarbeit in der Nato bekräftigen.

Die traditionell guten deutsch-amerikanischen Beziehungen haben sich unter Trump massiv verschlechtert. In den USA war Merkel von verschiedenen Seiten nahegelegt worden, nach ihrer Wiederwahl zur Kanzlerin als besonders wichtige außenpolitische Stimme Europas möglichst bald nach Washington zu reisen.

apr/AFP/dpa/Reuters



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