Nach Vorschlag von SPD Merkel will die Türkei nicht finanziell stützen

"Keine Notwendigkeit, darüber nachzudenken": Kanzlerin Merkel sieht laut CDU-Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer zurzeit keinen Grund, der Türkei finanziell zu helfen. Die SPD hatte dies ins Gespräch gebracht.

Annegret Kramp-Karrenbauer, Angela Merkel, Julia Klöckner, Thomas Strobl
DPA

Annegret Kramp-Karrenbauer, Angela Merkel, Julia Klöckner, Thomas Strobl


Kanzlerin Angela Merkel denkt nach Angaben von CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer nicht an deutsche Hilfen für die Türkei. Die CDU-Vorsitzende habe in den Partei-Gremiensitzungen klargemacht, "dass sie keine Notwendigkeit sieht, zurzeit über besondere deutsche Hilfe für die Türkei nachzudenken", sagte Kramp-Karrenbauer in Berlin nach Sitzungen von CDU-Präsidium und Bundesvorstand.

Zuvor hatten sich bereits einige Unionspolitiker skeptisch zu finanziellen Hilfen für die Türkei geäußert. SPD-Chefin Andrea Nahles hatte dies zuvor ins Gespräch gebracht. "Es kann die Situation entstehen, in der Deutschland der Türkei helfen muss - unabhängig von den politischen Auseinandersetzungen mit Präsident Erdogan", sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Die Türkei ist ein Nato-Partner, der uns nicht egal sein kann. Es ist in unser aller Interesse, dass die Türkei wirtschaftlich stabil bleibt und die Währungsturbulenzen eingedämmt werden."

Die Türkei wird von einer Wirtschaftskrise beherrscht, die die türkische Lira in den vergangenen Wochen auf Talfahrt geschickt hatte. Die Krise hat sich durch den Konflikt mit den USA verschärft.



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cte/Reuters



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