Angriff auf Mohammed-Karikaturist Gericht verurteilt Somalier zu neun Jahren Haft

Er attackierte den dänischen Mohammed-Karikaturisten Kurt Westergaard mit einer Axt - für seinen Angriff muss ein 29-jähriger Somalier neun Jahre ins Gefängnis. Das Gericht in Aarhus ordnete zudem die anschließende Abschiebung des Mannes an.


Kopenhagen - Wirklich schuldig fühlt sich der 29-jährige Somalier, der am Neujahrstag 2010 den dänischen Mohammed-Karikaturisten Kurt Westergaard mit einer Axt attackierte, offenbar nicht. Er habe dem Karikaturisten "einen Denkzettel verpasst", sagte der Somalier vor einem Gericht in Aarhus.

Die Richter sahen dies anders: Sie verurteilten den Mann zu neun Jahren Gefängnis. Das Gericht ordnete ferner an, dass der Täter nach Verbüßung der Strafe abgeschoben werde. Am Donnerstag war der Somalier bereits eines Terroraktes und versuchten Totschlags für schuldig gesprochen worden. Der Täter legte Berufung gegen das Urteil ein.

Westergaard konnte sich vor dem Eindringling am Neujahrstag 2010 in letzter Minute in sein besonders gesichertes Badezimmer flüchten und die Polizei alarmieren.

Westergaards Karikaturen für die dänische Zeitung "Jyllands-Posten" sorgten vor fünf Jahren für Empörung in vielen muslimischen Staaten. Unter anderem wurde der Prophet mit einer Bombe in einem Turban abgebildet. Viele Muslime empfinden eine Abbildung Mohammeds als Beleidigung. Bei wütenden Protesten weltweit kamen mindestens 50 Menschen ums Leben. Al-Qaida-Chef Osama bin Laden kündigte 2008 an, Europa werde für die Karikatur bestraft. Auch deutsche Zeitungen druckten mehrere der Karikaturen.

hen/dpa/Reuters

Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 11 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Hardliner 1, 04.02.2011
1. Angemessen
Zitat von sysopEr attackierte den dänischen Mohammed-Karikaturisten Kurt Westergaard mit einer Axt - für seinen Angriff muss ein 29-jähriger Somalier neun Jahre ins Gefängnis. Das Gericht in Aarhus ordnete zudem die anschließende Abschiebung des Mannes an. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,743582,00.html
Ein gutes und angemessenes Urteil.
Backpacker 04.02.2011
2. neun Jahre..
Das glaube ich erst, wenn er die 9 Jahre wirklich voll abgesessen hat und im Flieger nach Somalia sitzt, ohne Härtefallregelung, usw... Zur Erinnerung, er hat den Zeichner, der allein mit seiner kleinen Enkelin daheim war, mit einer Axt überfallen Als diese sich uneinsichtig dem Axtmord in einen panic room entzogen, hat er noch versucht mit der Axt die Tür einzuschlagen. Dabei wurde er dann von der Polizei gestört und angeschossen, leider nur im Bein, nicht in seinen verbohrten Schädel. Ein "Denkzettel" geht anders, allein für diesen Spruch hätte man ihn nochmal solange verknacken sollen. In den Staaten würde der Mann für sein Lebensende gesiebte Luft atmen, und das wäre auch gut so!!!
Rainer Girbig 04.02.2011
3. Verhältnis
Ich nehme an, das Urteil ist härter ausgefallen, als dies in Deutschland der Fall gewesen wäre. Jetzt muss man noch hoffen, dass es keine vorzeitige Entlassung gibt und die Strafe voll verbüßt wird. Wie schnell er nach der Abschiebung wohl wieder zurück sein wird?
mont_ventoux 04.02.2011
4. Deutsche Justiz
Zitat von sysopEr attackierte den dänischen Mohammed-Karikaturisten Kurt Westergaard mit einer Axt - für seinen Angriff muss ein 29-jähriger Somalier neun Jahre ins Gefängnis. Das Gericht in Aarhus ordnete zudem die anschließende Abschiebung des Mannes an. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,743582,00.html
In Deutschland wäre er vermutlich mit einem Fingerzeig des Richters und einem Anti-Aggressionstrainung davon gekommen ...
johannes9126 04.02.2011
5. Richtig.
Zitat von mont_ventouxIn Deutschland wäre er vermutlich mit einem Fingerzeig des Richters und einem Anti-Aggressionstrainung davon gekommen ...
Richtig. Denn Gewalt und Kriminalität von Migranten sind doch eigentlich nur ein Hilferuf. Sagen unsere Politiker.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.